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Beach in the City: Der Aufwand für nur zwei Monate Strandvergnügen ist beträchtlich Foto: Karin Gabler

Bayern

Szeniges Südseeflair an der Isar

Mit 105 Tonnen weißem Sahara-Sand lockt auf der idyllischen Münchner Praterinsel der Place-To-Be des Sommers

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2007/32 vom 11. August 2007
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MÜNCHEN. Karl Valentin hätte bestimmt schon das Weiß-Blaue vom Himmel gelästert: Seit Juli hat München einen weißen Sandstrand und einen richtig hippen Beach-Club.

Auf 700 Quadratmetern Fläche auf der Praterinsel, direkt an der Isar, wurden 105 Tonnen feinster weißer Sahara-Sand aufgestreut. Die Idee dazu stammt vom Systemgastronomen Sausalitos in Zusammenarbeit mit dem Aktionsforum Praterinsel. Sie wollten den absoluten Place-To-Be des Sommers schaffen. Mit dem Citybeach München ist ihnen das gelungen. Täglich ab 16 Uhr treffen sich dort junge und junggebliebene Beachboys und Sonnenanbeterinnen, Event-Fans, Mütter und Väter – und ihre Sandkastenkids sind auch dabei.

Lockendes Licht

Der Aufwand für dieses Kurzzeitprojekt war enorm. Laut Sausalitos kamen schon die Sandladungen allein auf knapp 10.000 Euro. Von den erforderlichen Genehmigungen „durch acht Instanzen“ und die hohen Auflagen speziell für Lärmschutz einmal ganz abgesehen. Trotzdem zeigte sich die Stadt, wie Sausalitos-Marketingchef Andreas Steinbeißer betont, durchaus aufgeschlossen, was vielleicht auch daran lag, dass der Citybeach München attraktiv gestaltet ist.

Hochwertige Design-Möblierung der Designer Eames und Breuer, eine große Strandbar und zahlreiche Palmen verwandeln die Kunst- und Eventlocation in ein kleines Inselparadies. Lichtprojektionen erzeugen zusätzliche Stimmung. Und im Inneren des Aktionsforums findet eine Ausstellung des Malers und Fotografen Alfred Schaller statt.

Betriebsleiter des Open-Air-Clubs ist Keiwan Mir Heidari, der dem Szenepublikum noch aus seiner Zeit als Betriebsleiter im P1 bekannt ist. Sausalitos, das sich bewusst etwas im Hintergrund hält, hat renommierte Veranstalter wie den Club Selecao engagiert, der Events realisiert und damit Publikum anzieht. „Wir haben uns in den letzten Jahren etwas gewandelt“, erläutert Steinbeißer, „deshalb wollten wir hier einmal ohne die Marke Sausalitos auftreten, einfach um neues Publikum neugierig zu machen“.

Das Label des Cocktailbar-Spezialisten ist daher nur punktuell zu sehen, ganz dezent auf den T-Shirts der Mitarbeiter und auf Streichhölzern, aber nicht einmal auf der Cocktailkarte, die obwohl etwas „abgespeckt“ natürlich alle Sausalitos-Topseller bietet. Dazu gibt es tägliches Barbecue, Hamburger, Cheeseburger, auch vegetarische Wraps.

Steinbeißer ist davon überzeugt, dass sich der große Aufwand selbstfür nur zwei Monate lohnt: „Wir haben viele neue Gäste hinzugewonnenen.“ Spätestens ab Oktober jedoch müssen sie in die Innenstadt umziehen – dann muss auch das letzte Sandkörnchen weggekehrt sein. Karin Gabler

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