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Rafaela und Peter Hoeck begutachten das neue „Esplanade Magazin“. Foto: Diehl

Brandenburg

Tierisch gute Werbeideen

Von bundesweiter Plakataktion bis zum Hotelmagazin: Das Esplanade Hotel Bad Saarow vermarktet sich und seine Region

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2005/20 vom 21. Mai 2005

BAD SAAROW Tiere im Hotel sind ja nun nichts Ungewöhnliches, zumindest nicht, solange es Hund oder Sittich betrifft. Im Hotel Esplanade Resort & SpaAuf körperlichem Wohlbefinden basierende Erholungseinrichtung in einem Hotel.
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Bad Saarow hingegen, wo von Anfang an alles ein wenig anders war als in „gewöhnlichen“ Hotels, muss einiges passieren, dass man länger darüber spricht. Da muss schon eine ganze Rotte Wildschweine einchecken, wie geschehen, kurz bevor der Bau des lange wegen InsolvenzZahlungsunfähigkeit eines Unternehmens oder einer Privatperson .
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als Investruine brachliegenden Hauses weiterging, oder drei Riesenschildkröten samt Herrchen im vergangenen Jahr. Selbstbewusst forderte der Besitzer an der Rezeption Gleichbehandlung seiner Tiere mit Hunden. Man möge deshalb mit seinen gepanzerten Lieblingen Gassi gehen, während er sich im Spa-Bereich entspanne. Und da im Esplanade (fast) nichts unmöglich ist, drehte die Empfangschefin kurzerhand eine Runde mit den drei „possierlichen Tierchen“ durch den Park.

Diese und ähnliche Geschichten kann man im ersten gerade erschienenen „Esplanade Magazin“ nachlesen. Das Besondere an der hoteleigenen Zeitschrift ist, dass sie nicht nur eine Art Hausmitteilung für Stammgäste darstellt, in der ausschließlich das eigene Hotel „angepriesen“ wird, sondern dass sie auch dazu dienen soll, die Reiseregion rund um den Scharmützelsee bekannter zu machen. Wie Hoteldirektor Peter Hoeck sagte, habe das im Vordergrund der Überlegungen gestanden, da man sich selbst als ein Teil dieser Region betrachte. Das Magazin erschien in einer Auflage von 250.000 Exemplaren, von denen 230.000 als Beilage in verschiedenen regionalen und überregionalen Tageszeitungen unters Volk gebracht werden. Der Rest bleibt im Hotel.

Schon jetzt zeigt sich, dass die RechnungJede Urkunde, mit der ein Unternehmer oder in seinem Auftrag ein Dritter eine Lieferung oder sonstige Leistung gegenüber einem Leistungsempfänger abrechnet, gleichgültig, wie diese Urkunde im Geschäftsverkehr bezeichnet wird .
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der etwas anderen Werbemaßnahme so aufzugehen scheint, wie bei der Eröffnung vor drei Jahren, als es eine bundesweite Plakataktion unter dem Motto „Deutschland bucht den Super-Spa“ gab. Tausende nahmen das spontan wörtlich. Auch jetzt gehen täglich Buchungen von Leuten ein, die durch die Zeitung neugierig geworden sind. Seit das Hotel Esplanade Resort & Spa im März 2003 nach Jahren des Baus und vor allem Stillstands durch Insolvenz des ersten Bauherrn endlich öffnete, hat sich das zig Mal totgesagte Projekt zu einem Vorzeigehotel der besten Sorte entwickelt. Zu verdanken ist das in großem Maße dem engagierten Direktorenehepaar Peter und Rafaela Hoeck, die das Haus schon betreuten, als es nur mit Gummistiefeln zu betreten war.

Von Anfang an wird hier mit einem ganzheitlichen Wellnesskonzept „erfrischender Urlaub fürs Ich“ angeboten. Der 3500 Quadratmeter große WellnessEigenständiges Wort, das in der englischen Sprache seit mindestens 350 Jahren existiert und sich nicht - wie immer wieder behauptet - aus den Begriffen "wellbeing"und "fitness"zusammensetzt.
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- und Spa-Bereich bietet alles, was man dafür braucht. Das Wellnesskonzept, das auf den fünf Säulen
Hydrotherapie, Stressmanagement, Schönheitspflege, Ernährung und Fitness beruht, überzeugte auch den Deutschen Wellnessverband auf Anhieb. Schon sechs Monate nach der Eröffnung zeichnete er das Hotel mit dem Qualitätszertifikat „sehr gut“ aus.

Dass sich das Konzept bewährt hat, zeigt sich auch in nüchternen Zahlen. Bis Ende Februar 2005 wurden in dem 191-Zimmer-Hotel 137.000 Übernachtungen gebucht. Vor allem an den Wochenenden ist häufig kein einziges freies Zimmer mehr zu finden. Wie Peter Hoeck sagte, habe die gute Auslastung dazu geführt, dass das PersonalIn der Hotellerie und Gastronomie haben diese durch den Kontakt zu den Gästen einen wesentlichen Einfluss auf die vom Gast wahrgenommene Dienstleistungsqualität.
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ständig erweitert werden konnte. Allein im Wellnessbereich stieg die Anzahl der Mitarbeiter von Anfangs sechs auf jetzt 28. Je nach Saisonverlauf sind heute 140 bis 152 Fachkräfte im Hotel beschäftigt. Die meisten kommen aus der Region. Bei der Übernahme der Investruine durch den heutigen Besitzer musste der sich verpflichten, 89 Arbeitsplätze zu schaffen.

Zum Hotel gehören neben verschiedenen Restaurants, Bars und Lounges auch ein Friseursalon, eine Boutique und ein Yachthafen direkt vor der Tür. Eine Segelschule mit Bootsverleih sowie in der Nähe befindliche Golf- und Tennisplätze, eine Wasserski-Anlage und ein Pferdesportzentrum ergänzen das Freizeitangebot. Auch für Kinder gibt es jede Menge Offerten. Dazu gehört auch ein spezielles Wellness-Programm für den Nachwuchs, der übrigens bis 12 Jahre kostenlos im Hotel übernachtet.

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