Ausbildung
Tourismus: Neue Jobaussichten für Abiturienten
von Ulrich Jungk
KIEL. Der Tourismus im Norden ist nicht nur ein wichtiger Wirtschaftsfaktor,
sondern auch einer der wichtigsten Arbeitgeber im Land - mehr als 130.000 Beschäftigte verdienen hier ihren Lebensunterhalt. Hochqualifizierte Fachkräfte in der Gastronomie oder Hotellerie sind gefragt - doch oft entscheiden sich junge Menschen gegen den Schritt in diese Branchen.
Insbesondere für Schülerinnen und Schüler mit fachgebundener Hochschulreife
oder Abitur scheinen die traditionellen Ausbildungswege bislang wenig reizvoll. Um dies zu ändern, startet mit Unterstützung der Landesregierung das Bildungszentrum für Tourismus und Gastronomie (BTG) der Wirtschaftsakademie das neue landesweite Aus- und Weiterbildungskonzept Astor.
Hinter dem Modellprojekt „Aufstieg mit System im Tourismus" - kurz: Astor - steht ab Spätsommer des kommenden Jahres die Verzahnung von verschiedenen Aus- und Weiterbildungsangeboten, um für besonders gut qualifizierte Schulabgängerinnen und Schulabgänger eine Alternative zu bisherigen Ausbildungskonzepten zu bieten. In nur drei Jahren können die Abschlüsse „Hotelfachfrau/-mann" und „Fachwirt/in im Gastgewerbe (IHK)" sowie die „Ausbildereignung" erlangt werden. Bislang waren dafür fünf Aus- und
Weiterbildungsjahre sowie eine mehrjährige Berufstätigkeit erforderlich.
Doch nicht nur die Auszubildenden punkten mit den Abschlüssen mehrfach - auch für die beteiligten Betriebe ergeben sich eine Reihe von Vorteilen. So wurde beispielsweise das Ausbildungskonzept an die Anforderungen der Urlaubsbranche angepasst. Daher werden die theoretischen Ausbildungseinheiten bei der Wirtschaftsakademie in Husum als Blockwochen in den Wintermonaten zusammengefasst, damit die Fachkräfte nicht im
Saisongeschäft fehlen. Online-Lerneinheiten am PC sorgen darüber hinaus auch
in der Hochsaison für frisches Know-how.
Weitere Informationen zum Projekt Astor sind bei Stefan Schütt von der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein unter Telefon 04841 9608 - 31 zu erhalten. Interessierte Betriebe oder angehende Auszubildende finden zusätzliche Details im Internet.
www.astor-sh.de

