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Gästemagnet Mosel-Landschaft: Wo Licht ist, ist auch Schatten. Nicht alle Regionen des Landes profitieren gleichermaßen vom Besucheraufkommen (Foto: PantherMedia)

Tourismus

Tourismusbranche im Minus

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2009/48 vom 28. November 2009
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BAD EMS/KAISERSLAUTERN. Die Zahlen sprechen für sich: Auch wenn die rheinland-pfälzischen Tourismusbetriebe von Januar bis August nahezu 5 Mio. Gäste begrüßt haben, gab es Regionen, die weniger davon profitiert haben. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems kamen gleichwohl 0,9 Prozent weniger Besucher als in den ersten acht Monaten des Jahres 2008. Im Schnitt blieben diese 2,8 Tage, so dass die Tourismusbranche knapp 13,9 Mio. Übernachtungen verbuchte. Damit wurde das Vorjahresergebnis um 1,6 Prozent verfehlt.

Eifel fällt zurück

In den neun rheinland-pfälzischen Tourismusregionen verlief die Entwicklung unterschiedlich. Während sich die Gastgeber in den Regionen Naheland, Mosel-Saar und Ahr über ein Gäste- und Übernachtungsplus freuen konnten, fielen die Regionen Eifel und Rheinhessen zurück. Das Minus wäre noch deutlicher ausgefallen, hätte die Zahl der ausländischen Gäste nicht leicht um 0,2 Prozent auf 3,4 Mio. Übernachtungen zugelegt.
Auch im Urlaubsmonat August 2009 blieben die Gäste- und die Übernachtungszahlen hinter den Ergebnissen des Vorjahresmonats zurück: 849.000 Besucher, das entspricht einem Minus von 3,5 Prozent, stehen 2,6 Mio. Übernachtungen und einem Minus von 1,7 Prozent, gegenüber. Verglichen mit August 2008 konnte lediglich bei den Übernachtungen der ausländischen Besucher ein Plus von 1,1 Prozent beobachtet werden, während die Zahl der Auslandsgäste leicht um 0,8 Prozent zurückging. Beim Inlandstourismus waren sowohl die Gästeankünfte mit minus 4,4 Prozent als auch die Übernachtungszahlen – minus 2,8 Prozent – rückläufig.

Ebenso spürt das Pfälzer Gastgewerbe die Krise. Nach dem Rekordjahr 2008 fällt die laufende Saison bislang enttäuschend aus. Auch die in diesem Jahr wieder einmal starken Herbstmonate werden daran kaum etwas ändern. Zwar steht die Pfalz besser da als die anderen rheinland-pfälzischen Tourismusregionen. Dies sei jedoch teurer erkauft, als es aussehe, so der Geschäftsführer des DEHOGA Rheinhessen-Pfalz Karl Heinz Schott. Der Grund: Viele Hotels würden mit Rabatten werben, um ihre Auslastung zu steigern. Spitzenhäuser gingen mit ihren Preisen herunter und rutschen so ins heiß umkämpfte mittlere Segment. Damit machen sie den hier angestammten Häusern Konkurrenz. Auch geben die Gäste, laut Karl Heinz Schott, in den gegenwärtigen Krisenzeiten beim Restaurantbesuch weit weniger aus als sonst.

Weniger Firmenfeiern

Vor allem die Spitzengastronomie spürt den Druck. Die Wirtschaftskrise habe ihre Spuren hinterlassen, berichtet beispielsweise Hotelchef Hanns-Georg Hahn vom Deidesheimer Hof. Zwar sei man in dem Pfälzer Spitzenhaus mit dem Restaurant „sehr gut aufgestellt“, doch habe die Zahl der lukrativen Firmenfeiern, Tagungen und Konferenzen merklich abgenommen.
Deshalb seien etablierte Häuser gezwungen, neue Ideen und Angebote zu entwickeln. Die Kehrseite: Aufwändige Veranstaltungen steigern die Kosten. Auch wenn sich der Umsatz mit ihnen stabil halten lässt – die Margen werden kleiner.

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