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Gute Stimmung: Das Ostseeheilbad Travemünde ist eine Tourismushochburg im Norden Foto: Heinz-Joachim Zinke

Tourismus

Tourismusbranche im Norden optimistisch

5. Juli 2010
von Heinz-Joachim Zinke

KIEL. „Der Wirtschafts- und Finanzkrise zum Trotz, Sparpakete hin oder her: die Reiselust der Deutschen ist ungebrochen. Hiervon profitiert auch die Tourismuswirtschaft im eigenen Land", so die . Ihrem jüngsten Konjunkturbericht zufolge, der auf der Befragung von 1000 Unternehmen basiert, stieg der Indexwert auf 111,5 Punkte und liegt damit über dem Durchschnitt der Gesamtwirtschaft (107,5 Punkte).

Ungeachtet des harten Winters beurteilt die Branche laut IHK ihre gegenwärtige wirtschaftliche Situation positiver als noch vor einem Jahr. Auch der Blick in die Zukunft fällt sehr viel optimistischer aus. Die momentane Geschäftslage wird von 30,8 Prozent der befragten Unternehmen positiv bewertet, 46,4 Prozent befriedigend und nur 22,8 Prozent negativ (Vorjahr: 15,0 Prozent gut, 49,0 Prozent befriedigend und 35,9 Prozent schlecht).

Städtetourismus floriert

Auch der Städtetourismus kann von der aktuellen Tendenz profitieren und liegt mit 116,6 Punkten sogar auf Rang eins der regionalen Auswertung. Den zweiten Platz belegt in diesem Jahr die Ostsee, die 33,3 Punkte zulegte und 114,2 Indexpunkte erreichte. Die Nordsee dagegen rutschte mit 112,0 Punkten auf den dritten Platz, gefolgt vom Binnenland mit 96,3 Punkten auf dem vierten Rang.

Noch im Vorjahr konnte keines der befragten Unternehmen in den Städten nach Aussage der Kammer von einer guten Geschäftslage berichten. Inzwischen geben 24,1 Prozent eine gute Lage an, 60,6 Prozent sind zufrieden, und 15,3 Prozent beurteilen ihre Situation negativ. Die Kammer: „Damit ist die Talsohle für die Städte deutlich durchschritten."

Mittlerweile bezeichnen 25,5 Prozent der Betriebe an der Ostsee ihre aktuelle Situation als positiv, 48,1 Prozent sind zufrieden und 25.8 Prozent unzufrieden. An der Nordsee beurteilen 36,4 Prozent der Beriebe ihre Lage als gut, 43,8 Prozent als befriedigend und 41,3 Prozent als schlecht.

Stiefkind Gastgewerbe

Die IHK Schleswig-Holstein macht kein Geheimnis daraus, dass die Umsatzentwicklung im Gastgewerbe den Befragten Sorgen bereitet und damit auch negativ empfunden wird. Immerhin geben 43,6 Prozent einen rückläufigen Umsatz zu. Im Vergleich zum vergangenen Jahr lässt sich aber laut Kammer eine leichte Erholung feststellen (Vorjahr: 60 Prozent).

Im Beherbergungsbereich konnten 28,4 Prozent der Befragten einen gestiegenen Umsatz verbuchen, für 27,7 Prozent blieb dieser konstant, und 43,9 Prozent registrierten einen Rückgang. Ein ähnliches Bild zeigt die Gastronomie: Rund 27 Prozent berichteten von gestiegenen Umsätzen, 28,7 Prozent von gleich gebliebenen Umsätzen, und 44,2 Prozent mussten Umsatzverluste hinnehmen.

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