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Bayern

Touristiker sind zufrieden

Allgäuer Gastbetriebe schauen hoffnungsvoll in die Zukunft / Regionalflughafen soll 100.000 Gäste jährlich bringen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/49 vom 9. Dezember 2006

NESSELWANG/AUGSBURG. „Das Allgäu belegt im deutschen Tourismus einen sehr guten Platz. Und das wird auch in Zukunft so bleiben“, machte Alfons Zeller als Vorsitzender des Tourismusverbands Allgäu/Bayerisch-Schwaben seinen Mitgliedern bei der Herbsttagung des Verbands Mut. Denn schließlich konnte man bis August im Verbandsgebiet Zuwächse bei den Ankünften von 6,4 und bei den Übernachtungen sogar von 7,5 Prozent verzeichnen.

Gute Ergebnisse legte auch die IHK Schwaben vor. Gemeinsam mit dem TourismusverbandInteressenszusammenschluss von Unternehmen und Körperschaften der Tourismusbranche -meist als internationaler/nationaler Dach- oder Fachverband.
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und dem BHG hat sie eine Umfrage unter 343 Mitgliedsunternehmen in Auftrag gegeben. Befragt wurden hauptsächlich Betriebe aus dem Gastgewerbe. Nach der Sommer- und Herbstsaison 2006 im Gastgewerbe im Allgäu und Bayerisch-Schwaben ein gutes Konjunkturklima. Zudem habe sich die Stimmung im Vergleich zum Sommer 2005 deutlich verbessert. Auch für die bevorstehende Wintersaison 2006/2007 herrsche in der Branche „verhaltener Optimismus“, berichtet Karina Gruhler-Hirsch von der IHK Schwaben, bei einer Pressekonferenz in Augsburg.

Gute Noten gab es auch für die Umsatzentwicklung vor allem der größeren Betriebe. Verbessert habe sich auch das Ausgabeverhalten der Gäste. Als noch „unbefriedigend“ bezeichnet die Umfrage die Gewinnsituation der Betriebe, obwohl auch hier die Talsohle durchschritten scheint. Verbessert habe sich auch die Auslastung der Häuser, so dass die Unternehmen zumindest verhalten optimistisch in die kommende Wintersaison gehen.

Die IHK-Umfrage lässt erkennen, dass mehr als die Hälfte der Gastbetriebe in der bevorstehenden Wintersaison die Übernachtungs- und Verzehrpreise schon allein aufgrund der anstehenden Mehrwertsteuererhöhung anheben wollen. Mit Ausnahme der Busunternehmen verspürte die Reisebranche jedoch derzeit einen „leichten Aufwind“. Auch die Hälfte der Reiseunternehmen wollen die Preise aufgrund der Steuererhöhung, aber auch wegen der gestiegenen Nebenkosten, da vor allem die Energiekosten, anheben.

Große Hoffnungen setzt Alfons Zeller auf die Eröffnung des Regionalflughafens „Allgäu Airport“ bei Memmingen. Der Tourismusverband und die Allgäu Marketing GmbHAbk. für Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
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seien vorbereitet, diese Chance aufzunehmen und durch entsprechende Marketingmaßnahmen das Allgäu in den Quellmärkten, aus denen man die Region via Flugverkehr erreichen könne, aktiv zu bewerben.

Knapp 2 Mio. Euro sind für die Umsetzung eines neuen Marketing-Konzepts vorgesehen. Der Tourismusverband stehe „Gewehr bei Fuß“, den Urlaubsflug ins Allgäu positiv zu begleiten. Um den Flugverkehr aufnehmen zu können, müssten jedoch noch die letzten rechtlichen und technischen Hürden genommen werden (siehe Kommentar). Als wichtiges Ziel für die Zukunft bezeichnete Zeller eine „Investitions-Offensive“ bei den Hotels, die durch ein Förderprogramm des Bayerischen Wirtschaftsministeriums begleitet werden soll (AHGZ vom 2. Dezember). Derweil sieht der BHG-Bezirk Schwaben neues Unheil herauf ziehen. Gesetzesvorhaben der Regierung lassen allesamt Nachteile für das Gastgewerbe befürchten, wie Bezirksgeschäftsführer Jochen Deiring in Augsburg zu bedenken gibt.

Gemeint ist damit in erster Linie die Mehrwertsteuererhöhung. Dabei weist der Bezirksgeschäftsführer auf den immer größer werdenden Abstand zwischen den Belastungen des deutschen Gastgewerbes gegenüber seinen Mitbewerbern im benachbarten Ausland hin. Zu diesem Thema will Bezirksvorsitzender Johann Britsch jetzt in die Öffentlichkeit gehen: Wie Geschäftsstellenleiter Deiring ankündigte, werde sich Britsch in der TV-Sendung „Jetzt red’ i“ des Bayerischen Rundfunks zu Wort melden, um auf die Folgen der Steuererhöhung hinzuweisen.

Sorge mache dem BHG zudem das in Arbeit befindliche „Nichtrauchergesetz“. Hierzu forderte Jochen Deiring, das der Gesetzgeber „Augenmaß“ walten lassen möge. Rauchen in der Speisewirtschaft sei etwas anderes, als in der „kleinen Kneipe an der Ecke“ meinte der Bezirksgeschäftsführer. Hans Joachim Ballauff


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