Schleswig-Holstein
Touristischer Magnet Wikingermuseum
Ministerpräsident Carstensen weihte den ersten Nachbau eines Wikingerhauses ein
Carstensen startete gleichzeitig ein neues Programm mit Führungen im Außengelände des Museums. Unter fachkundiger Leitung erleben die Besucher den weiteren Aufbau der Häuser und eines originalgetreuen Wegenetzes. «Die Wikinger gehören zu unserem Land», sagte der Regierungschef. In Schleswig und Haithabu gehe die Erforschung und die Vermittlung archäologisch dokumentierter Landesgeschichte «Hand in Hand». Dieses kulturelle Angebot sei von hoher Bedeutung für den gesamten Tourismus in Schleswig-Holstein. „Für den Kulturtourismus sehe ich aber noch Entwicklungspotenziale“, sagte Carstensen. „Wir wollen neue Kunden und Gäste gewinnen, also auch die Saison durch attraktive Angebote verlängern.“ Dafür müssten Angebote entwickelt werden, die sich auch qualitativ sehen lassen können. Der Ministerpräsident setzte zudem den ersten Spatenstich für weitere Ausgrabungen auf dem mehr als ein Jahrtausend alten Siedlungsareal mit seinem großen Hafen. 1930 begannen dort die Forschungen.
In den siebziger Jahren wurde auch eines von mehreren entdeckten Wikingerschiffen geborgen und rekonstruiert. Seit 1980 hatte es in Haithabu keine Ausgrabungen mehr gegeben, jedoch wurden 2003 bei großflächigen Erdfeldmagnet-Vermessungen eine Vielzahl von Haus- und Wegeresten sowie ein Friedhof mit geschätzt rund 12.000 Gräbern lokalisiert. «In Haithabu haben mit hoher Wahrscheinlichkeit vor rund 1200 Jahren bis zu 3000 Menschen gelebt», sagte der Direktor des Archäologischen Landesmuseums, Professor Dr. Claus von Carnap-Bornheim.
