Personalia
Trauer um ein Münchner Urgestein
von Karin Gabler
MÜNCHEN. Die Münchner Gastronomie trauert um Karl-Heinz Wildmoser. Der 71-Jährige ist im Krankenhaus, nach einer gut verlaufenen Operation, plötzlich an Lungenembolie gestorben.
Mit Karl-Heinz Wildmoser geht ein Stück Münchner Gasthauskultur verloren. Er betrieb neben dem Gasthof Hinterbrühl das berühmte Donisl am Marienplatz und zählte seit 1981 zu den „kleinen Wiesnwirten" mit einer Hühner- und Entenbraterei auf dem Oktoberfest. Von 1992 bis 2004 war Wildmoser mit viel Liebe und Erfolg der Präsident des TSV 1860. Die letzten Jahre, wohl auch aufgrund des Schmiergeldskandals beim Bau der Allianz Arena (wo er aber freigesprochen wurde) war es um den leidenschaftlichen Wirt still geworden, der - wann immer es ging - an seinem Tisch in Hinterbrühl saß, dort alles im Blick hatte und gerne seine Gäste begrüßte.
Sein Team trauert ebenso wie seine Münchner Kollegen und Weggefährten, die Karl-Heinz Wildmoser als Wirt und Mensch sehr schätzten und liebten. Die Geschäfte, auch auf der Wiesn, wird seine Frau Therese weiterführen.

