Regional und Lokal
Trotz Randlage Touristenmagnet
Best Western Premier Alsterkrug Hotel feiert 25-jähriges Bestehen / Durchschnittliche Auslastung liegt bei rund 80 Prozent
HAMBURG. Service und Individualität – das sind die Grundpfeiler des Erfolgs für das Best Western Premier Alsterkrug Hotel in Hamburg. Seit 25 Jahren behauptet sich das Privathotel mit 105 Zimmern an der Alsterkrugchaussee erfolgreich am Markt. Weitere Voraussetzungen für den Erfolg sind ein Konzept, welches das Haus vom Mainstream unterscheidet und regelmäßige Investitionen. „Auch in Krisenzeiten haben wir viel Geld in unser Eigentum investiert“, sagt Frank Penzin, der das Privathotel in dritter Generation als Geschäftsführender Direktor leitet.
Vom Flughafen profitieren
Seit dem Mittelalter gab es an dieser Stelle des Alsterlaufs bereits einen Krug. 1980 kaufte der Bauunternehmer Ernstotto Penzin das Objekt und ließ auf dem Grundstück ein Hotel mit zunächst 78 Zimmern errichten. Als Anklang an das historische Vorbild des Alsterkrugs erhielt das Hotel auch einen markanten Turm, der bis heute für vertrauliche Zusammenkünfte genutzt wird. 1997 wurde das Hotel um 27 auf insgesamt 105 Hotelzimmer erweitert. 2002 wurde das Alsterkrug Hotel als einer der ersten Häuser weltweit zu einem Best Western Premier Hotel qualifiziert. Trotz der Nähe zum Airport handelt es sich beim Alsterkrug nicht um ein Flughafenhotel. „Wir profitieren aber stark von der Industrie am Hamburger Flughafen“, sagt Penzin. Außerdem sei das 4-Sterne-superior Hotel touristisch stark aufgestellt. „In den Sommermonaten sind wir an allen Wochenenden ausgebucht“, fügt der Direktor hinzu.
Nach seinen Angaben war das Hotel im vorigen Jahr zu 78 Prozent ausgelastet. „Wir hoffen aber, dass wir in diesem Jahr wieder eine Auslastung von 82 Prozent schaffen“, sagt er. Durchschnittlich verweilen die Gäste mehr als zwei Tage in seinem Haus. Zur Auslastung der Zimmer tragen Geschäftsleute etwa mit 60 Prozent, Touristen mit 40 Prozent bei. Durch spezielle Angebote wie „2 Nächte bezahlen, 3 übernachten“ schafft der Hotelier auch an Sonntagen eine Auslastung von bis zu 90 Prozent.
Ein weiterer Grundpfeiler des touristischen Erfolgs des Stadthotels ist eine enge Zusammenarbeit mit Reiseveranstaltern. Penzin schreckt dabei auch nicht Kooperationen mit Reiseveranstaltern zurück, die über Discounter Reisen verkaufen. „Auch bei Aldi gibt es Kunden, die an Städtereisen interessiert sind.“ Allerdings vermeidet der Direktor, seine Zimmer über Discounter zu verramschen.
Bewertungsportale nutzen
Außerdem animiert der Direktor seine Gäste, das Haus auf Bewertungsportalen zu beurteilen. So liegt das Alsterkrug Hotel bei Holiday Check in Hamburg an zweiter Stelle. „Wenn man nichts zu verbergen hat, kann man Bewertungsportale auch für sein Marketing nutzen“, sagt er. Der Direktor, der das Haus seit mehr als 2 Jahren leitet, profitiert aber auch von der Arbeit seiner Vorgänger. Etwa 80 Prozent seiner Geschäftskunden sind Stammgäste. „Auch unter den Touristen gibt es viele Wiederholungstäter“, sagt er. Von dem langjährigen Renommee profitiert zum einen der Tagungsbereich. Insgesamt stehen 6 Veranstaltungsräume für bis zu 60 Personen zur Verfügung. Eine durchschnittliche Tagung in seinem Hause umfasst nach Angaben des Direktors 10 bis zu 30 Gäste – eine Größe, die sich als besonders krisenfest erwiesen habe. Der Tagungsbereich steuert etwa 25 Prozent zum F & B-UmsatzWertmäßige Erfassung des Absatzes einer Unternehmung.
weiter mit Mausklick... bei. Auch Privatleute nutzten das Haus für Feiern und Veranstaltungen: „Viele Gäste von außerhalb nehmen den Alsterkrug vor allem als Gastronomie wahr.“
Küchenchef Torsten Simke und seine 16-köpfige Mannschaft sorgen in den Restaurants Alsterkrug mit 52 Plätzen und Bierstube mit 28 Plätzen für eine mediterrane und norddeutsche Küche mit regionalen Spezialitäten. Außerdem verfügt das Hotel über eine Bar sowie ein Gartenrestaurant & Lounge.
Auch in den drei Doppelkegelbahnen können sich jeweils bis zu 12 Gäste während des Spiels kulinarisch versorgen lassen. „Wir profitieren zum Teil vom Niedergang des Kegelsports“, sagt der Direktor. In jüngster Zeit nehme die Zahl der Gäste, die kegeln wollten sogar noch zu.
Zum Jubiläum will der Direktor ein Outlet eröffnen. Am Alsterwanderweg soll das Bistro Braband mit 40 Sitzplätzen innen und 50 weiteren Plätzen auf einer Terrasse öffnen. Fast 3 Jahre hat es gedauert und rund 500.000 Euro waren nötig, um aus einem ehemaligen Trafo-Häuschen eine vollwertige Gastronomie zu machen. Penzin: „Es soll auch ein Geschenk an den Stadtteil sein.“ Helmut Heigert