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Europas größte Wassershow: Die Eröffnung des Turnfests beginnt mit einer beleuchteten Wasserwand im Main Foto: TCF

Hessen

Turnfest als Imageträger

Deutsches Turnfest in Frankfurt füllt eher Turnhallen als Hotelbetten / Gezielte Gastro-Angebote / Fanmeile für Besucher

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2009/22 vom 30. Mai 2009
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Frankfurt. Für das Deutsche Turnfest lässt sich die Stadt Frankfurt nicht lumpen: Zur Eröffnung wird Europas größte Wassershow inszeniert, mit einer 200 Meter langen Wasserwand mitten im Main. Eine dreidimensionale Weltkugel wandelt sich zu einem Film über Frankfurt, in dem das Turnfest-Maskottchen Struwwel – angelehnt an den berühmten Frankfurter Struwwelpeter – über die Hochhäuser turnt.

Allein 1 Mio. Euro koste die Eröffnungsfeier, sagt Thomas Feda, dessen Tourismus+Congress GmbH Frankfurt (TCF) Veranstalter des Rahmenprogramms zum deutschen Turnfest ist, das vom 30. Mai bis 5. Juni 2009 stattfindet. Die Eröffnungsshow bildet den Auftakt des einwöchigen Turnfests, dessen sportliche Seite mit Deutschen Meisterschaften und Champions Trophy in den Messehallen ausgetragen wird. Insgesamt an die 65.000 Aktive aus rund 3500 deutschen Vereinen haben sich angemeldet. Sie messen sich in 882 Wettkämpfen mit Turnern aus aller Welt.

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Am Main wird während dieser Zeit die „Fluss-Fest-Meile“ als zentrale Anlaufstelle und Party-Ort für Turnfest-Besucher und Frankfurter etabliert. Ziel sei es wie bei der Fußball-WM 2006, „Bilder von Frankfurt nach außen zu bringen“, sagt Feda. Abschlussveranstaltung ist am Freitag, 5. Juni, eine Gala in der Commerzbank-Arena, zu der sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel angesagt hat.

Von den zusätzlichen Besuchern sollen vor allem Einzelhandel, Hotellerie und Gastronomie profitieren. Übernachten wird das Gros der Teilnehmer allerdings in Massenquartieren in Schulen, Gästehäusern, Privatunterkünften, Jugendherbergen oder auf Campingplätzen.

Die Hotellerie wird unterschiedlich profitieren. Bei der TCF wurden bislang rund 13.000 Übernachtungen in Verbindung mit dem Turnfest gebucht. Davon entfallen rund 10.000 Übernachtungen aufs mittlere Segment, mit Gruppenbuchungen in Hotels wie Mercure Residenz, IB Hotel Friedberger Warte, Novotel Niederrad, Hotel Maingau, Leonardo Frankfurt City, Amadeus und Aparthotel Golden Leaf.

„In der gehobenen Hotelkategorie spürt man nichts“, sagt InterConti-Chef Thomas Hilberath als Sprecher der Erfa Luxushotels. Auch Anton Wüstefeld, stellvertretender Vorsitzender der Erfa Hotel Alliance, meint, dass für die Hotellerie flächendeckend „wohl nicht viel dabei rumkommt“. Er freut sich gleichwohl über den Imagegewinn für die Stadt durch eine solche Veranstaltung.

Auch im Maritim an der Messe, in deren Hallen die Wettbewerbe stattfinden, hatte man sich mehr vom Turnfest versprochen. „Wir merken nichts“, heißt es dort. Ebenfalls direkt an der Messe gelegen ist das Tryp Hotel. Dessen GM Marko Janssen sagt: „Zum Turnfest hatten wir zwar einige Anfragen, die jedoch allesamt im Low-Level-Bereich angesiedelt waren und die wir leider nicht bedienen konnten.“

Chancen für Gastronomie

Jetzt hofft Janssen auf sein „zielgerichtetes F&B-Angebot“, das sich an das Ernährungskonzept für den Frankfurt-Marathon anlehnt: viel Kohlenhydrate und preiswert. Auch das InterConti setzt auf den Hunger der Sportler und ihrer Fans. Der Partyservice Catering's Best hofft, mit einem Stand auf der Festmeile am Mainufer vom Besucherstrom der Schlachtenbummler zu profitieren.

„Es tut sich was in und bei der Stadt“, bringt InterConti-Chef Hilberath die Meinungen auf den Punkt. Das jahrelange Lamento der Branche, dass die Stadt mehr für die touristische Attraktivität tun müsse, scheint endlich zu fruchten. Seit Amtsantritt des neuen TCF-Geschäftsführers Thomas Feda gilt die Zusammenarbeit von Gastgewerbe und stadtnaher Tourismus GmbH als deutlich besser, kooperativ und reibungsfrei.

Barbara Goerlich



www.turnfest.de

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