Hotellerie
Umsatzeinbruch in Kobjolls Hotel Schindlerhof
von Raphaela Kwidzinski
NÜRNBERG. Ausgerechnet in seinem 25. Geschäfts- und Jubiläumsjahr hat es das Tagungshotel Schindlerhof in Nürnberg-Boxdorf voll erwischt. Der Umsatz ist nach eigenen Angaben im Krisenjahr 2009 um 11 Prozent eingebrochen, auf 5,84 Mio. Euro brutto.
„Ich bin jetzt 40 Jahre in der Hotellerie aktiv tätig, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt“, fasst Klaus Kobjoll zusammen. Der Unternehmer betreibt das 4-Sterne-Tagungshotel gemeinsam mit seiner Frau Renate und Tochter Nicole.
Zwar ist die durchschnittliche Auslastung des Schindlerhofs während der Wirtschaftskrise bei unverändert 68 Prozent geblieben, der Pro-Gast-Umsatz ist jedoch zurückgegangen. Auch der Tagungsbereich war mit 66,7 Prozent deutlich weniger belegt (Vorjahr 73 Prozent).
Bessere Aussichten für 2010
Von den gesamten Umsätzen den Schindlerhofs entfallen 41 Prozent auf die Logis, 43 Prozent auf Food & Beverage und 16 Prozent auf den Tagungsbereich. Für das Jahr 2010 gibt sich Klaus Kobjoll optimistisch: „Es sieht bereits nach den ersten Monaten des Jahres 2010 danach aus, dass wir an erfolgreiche Jahr 2008 anknüpfen können“. Der März 2010 sei „der beste März aller Zeiten“ gewesen.
Dazu trägt vor allem bei, dass das Tagungsgeschäft wieder besser läuft. Denn Tagungsgäste machen immerhin 57 Prozent der Kundschaft des Schindlerhofs aus. In den kommenden Monaten und Jahren wollen die Kobjolls sich verstärkt darauf konzentrieren, Neukunden zu gewinnen und Stammkunden noch stärker an das Unternehmen zu binden – damit das 92-Zimmer-Haus für die nächste Krise gerüstet ist.
Tochter Nicole Kobjoll ist seit 2001 seine deklarierte Nachfolgerin. Der Generationenwechsel soll bis 2011 abgeschlossen sein.

