Hotellerie
Umweltschutz zahlt sich aus
von Heinz Feller
KETSCH. Die Besitzerfamilie des SeeHotels in Ketsch, Susanne und Hans-Ludwig Keppel, haben mit dem Start ihres umfangreichen Um- und Anbaus, der sich auf gut 5 Mio. Euro addierte, die Weichen für die Zukunft gestellt. Auf 2500 Quadratmetern zusätzlicher Fläche sind in 16 Monaten Bauzeit ein hochmoderner Küchentrakt, 30 weitere Hotelzimmer mit großen Fensterfronten und teilweise offenen Bädern entstanden. Plus einer neuen Hotelhalle sowie einem Salon für Feste und Feierlichkeiten mit eigener Terrasse, der bis zu 120 Gästen Platz bietet.
Barrierefreies Haus
In der Business-Etage mit zwei großzügigen Tagungsräumen, Terrasse und Tagungsbüro ist Arbeiten mit Blick über die Felder oder auf den Ketscher Anglersee garantiert. Alle Räumlichkeiten sind barrierefrei. „Egal in welchem Zimmer Sie übernachten oder auch tagen, die Gäste sehen immer nur Natur“, weist der Hotelier auf die einzigartige Lage des Hauses hin.
Das im Jahre 1971 gebaute Hotel verfügt jetzt über insgesamt 69 Zimmer und eine Suite. Warme Naturtöne, in geschmackvollem Kontrast mit Schwarz, bieten genügend Freiraum für Individualität.
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Ob durch eigens angefertigte Lampen, Designstücke oder begehbare Kleiderschränke – der hohe Anspruch an Funktionalität, Komfort und Liebe zum noch so kleinen Detail wird hier besonders deutlich. „Es ist wie ein Band, das alles umschließt“, sagt Gastgeberin Susanne Keppel. „Auch beim Thema Energiekonzept und bei der Hygiene machen wir keine Kompromisse, hier haben wir uns in jeder Hinsicht absolut am neuesten Stand auf dem Markt orientiert“, betont Hans-Ludwig Keppel. Dies zeigt auch das ausgeklügelte Kühlungssystem, das Fleisch, Fisch, Geflügel und Gemüse separat und genau auf der vorgeschriebenen Temperatur kühlt.
Durch den großzügigen Grundriss des neuen Küchentrakts (auf zwei Ebenen) ist ein paralleler A-la-carte- und Bankettbetrieb möglich. Küchenchef einer elfköpfigen Kochbrigade ist Robert Rädel. Sein Ideenreichtum, mit den Akzenten Trend, Saison und Region, wird durch die neue, ausgefeilte Technologie beflügelt. „Meine Stärke ist Traditionelles mit Neuem zu verbinden, da bin ich hier in der Kurpfalz in der richtigen Region“.
Das Haus ist darüber hinaus weltweit eines der zwei ersten Hotels, das auf das zukunftsweisende Energiekonzept einer Gas-Absorptionswärmepumpe in Verbindung mit einem sogenannten SolarEis-Speicher baut. „Im Zuge des Neubaus wurde das Energiekonzept des gesamten Hauses auf Erdwärme, unterstützt von Solarenergie, umgestellt“, sagt Gastgeber Hans-Ludwig Keppel der AHGZ.
Arbeitsplätze geschaffen
Die Technik ermöglicht ein Einsparpotenzial von einem Drittel der Heizkosten im Winter und 100 Prozent der Kosten für die Klimatisierung des Hauses im Sommer. „Der SolarEis-Speicher speichert die jeweils nicht benötigte Energieform, bis sie abgerufen wird. Da im Winter meist keine, oder nur wenig Kälte gebraucht wird, geht diese wertvolle Energieform völlig verloren. Wir machen es erstmals möglich, die jeweilige saisonübergreifende Energie zu konservieren. Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz können so bestens miteinander verbunden werden“, erläutert der Hotelier.
In einem späteren Bauabschnitt wird auf dem Dach des Neubaus noch ein Wellnessbereich dazu kommen, sagt Keppel. Die Keppels, die 2006 nach zahlreichen Marktforschungen in die Bauplanung gingen, investierten dafür einen mittleren einstelligen Millionenbetrag, zehn neue Arbeitsplätze entstanden. Die Bauherren bezeichnete es damals als eine „Investition gegen den Trend“.
Inhaber: Hans-Ludwig Keppel
Hotelchefin: Silke Köring
Zimmer: 70 (1 Suite)
Zimmerpreis: DZ 105 - 120 Euro
Auslastung: 60 Prozent
Mitarbeiter: 32
Kategorie: 4 Sterne
Investition: 5 Mio. Euro
Kontakt:
Kreuzwiesenweg 5
68775 Ketsch
Tel. 06202 6970
www.seehotel.de




