Anzeige

Majestätisch: Jörg Meyer bietet ein stilvolles Refugium für anspruchsvolle Gast

© Mathias Thurm

Hamburg

Understatement als Programm

In der Bar Le Lion sollen sich die Gäste wie im eigenen Wohnzimmer fühlen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/26 vom 28. Juni 2008
von

HAMBURG. „Weniger ist mehr“, ist Jörg Meyer überzeugt. Nach diesem Grundsatz hat er gemeinsam mit seinem Partner Rainer Wendt die Bar Le Lion an der Rathausstraße 3 eingerichtet. Gerade mal 40 Gäste finden in den Clubsesseln und auf den Barhockern einen Sitzplatz. Wandregale voller Flaschen hinter dem Tresen sucht der Gast vergebens. Dort wacht einsam und allein der Namensgeber der Bar, ein großer Bronze-Löwe über das Geschehen. Eine gemusterte Samttapete und dezente Jazzmusik unterstreichen die intime Wohnzimmeratmosphäre.

Kein Prosecco auf der Karte

Understatement ist Programm im Le Lion. Das gilt auch für die Cocktailkarte, die mit 22 Positionen recht überschaubar ist, dafür aber auf besonders ausgewählte Ingredienzen setzt. Vor diesem Hintergrund betrachtet bleiben die Preise mit 11 bis 15 Euro pro Drink in vertretbarem Rahmen.

Auch bei Rum und Whisky beschränkt sich Meyer auf je rund

20 handverlesene Sorten. Sekt und das Modegetränk Prosecco sucht der Gast vergebens. Dafür hat er die Wahl zwischen mehr als 20 Champagnern. Wasser aus dem edlen Spender gibt es jederzeit kostenlos.

Für den kleinen Hunger zwischendurch hält der BarchefDie Hierarchiestufen sind: Commis de Bar , Demi Chef de Bar und Chef de Bar.
weiter mit Mausklick...
bis 3 Uhr nachts für 2,50 bis 11,50 Euro eine Auswahl von Snacks und Sandwiches bereit. WerbungTeilbereich des Kommunikationsmixes. Mediawerbung.
weiter mit Mausklick...
, so Meyer, laufe vor allem über Mundpropaganda.

Dabei hilft ihm die Zusammenarbeit mit dem Café de Paris von schräg gegenüber, das sein Geschäftspartner Rainer Wendt betreibt. „Viele Gäste gehen erst im Café de Paris essen und kommen anschließend hierher“, hat Meyer festgestellt. Wendt und Meyer kennen sich aus der Bar im Streits, die sie zeitweise gemeinsam geführt hatten.

Edel ja, elitär nein, so sieht Meyer seine Bar. Zwar muss man klingeln, um eingelassen zu werden. Aber das Publikum sei bunt gemischt und jeder Gast willkommen, solange noch ein Platz frei ist, versichert Meyer. Auch ein Dresscode existiere nicht. „Sollte allerdings jemand mit freiem Oberkörper kommen, würden wir ihm kostenlos ein Leihhemd zur Verfügung stellen“, beschreibt Meyer mit süffisantem Lächeln die Grenzen seiner Toleranz.

Mathias Thurm


ThemenalarmKommentierenDrucken

Weitere Artikel aus Regional und Lokal vom :

Weitere Artikel zu den Themen:

Diesen Artikel bei Google+, Xing, Twitter oder Facebook weiterempfehlen:

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel

Anzeige