Baden-Württemberg
Vapiano expandiert in Stuttgart
Viele kleinere Gastronomiebetriebe aus der Nachbarschaft fürchten die Konkurrenz kaum
STUTTGART. Kürzlich hat der Systemgastronom Vapiano seine zweite Filiale in der baden-württembergischen Landeshauptstadt eröffnet. Angelika Ibrom, Filialleiterin des neuen Restaurants in der Schlossstraße im Stuttgarter Westen, erläutert ihre Ziele: „Wir wollen mittags vor allem die Leute aus den umliegenden Büros ansprechen, aber auch die Bevölkerung aus dem Wohngebiet.“ Nimmt die Vapiano-Filiale mit 200 Sitzplätzen im Innenbereich und 100 weiteren auf der Terrasse den kleineren Betrieben in der Nachbarschaft nicht die Kundschaft weg? Die Gastronomen aus dem Viertel sind geteilter Meinung. „Selbstverständlich haben wir Bedenken, dass das Vapiano uns Konkurrenz
weiter mit Mausklick... macht“, sagt Matthias Rapp, Geschäftsführer der Tagesbar Rappen in der Schlossstraße. Jan Schubert, Inhaber des Sutsche, nur weniger Meter vom neuen Vapiano entfernt, teilt diese Befürchtung nicht. „Ich glaube nicht, dass eine große Schnittmenge zwischen unserer Kundschaft und der von Vapiano besteht“, so der Gastronom, „Vapiano ist ein Fastfood-Italiener, wir bieten schwäbische und thailändische Gerichte an.“ Petra Reim vom italienischen Restaurant Pomodoro und Michael Mast, vom asiatischen Restaurant Goldfish haben ebenfalls wenig Bedenken: „Konkurrenz belebt das Geschäft“, so ihr selbstbewusster Kommentar.
