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Schleswig-Holstein

Viel Ferien für wenig Geld

Jugendherbergen werden für kleinere Hotels immer mehr zu unliebsamen Mitbewerbern

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2007/8 vom 24. Februar 2007

KIEL. Jugendherbergen sind gefragt wie nie zuvor. Allein in Schleswig-Holstein kehrten im vergangenen Jahr 822.368 Kinder, Schüler und Erwachsene in solchen Unterkünften ein – rund 1,2 Prozent mehr als noch 2005. Natürlich machten hier Schulklassen einen großen Anteil aus. Ungeschlagen an der Spitze aber lagen erneut Familien, die in den 46 Jugendherbergen zwischen Nord- und Ostsee auch bei kleinem Budget ganz groß Urlaub machen können: von den nordfriesischen Inseln bis zur Schlei, von Fehmarn bis zur Holsteinischen Schweiz.

„Wer seinen Familienurlaub in einer Jugendherberge verbringt, bettet sich und seine Lieben garantiert in den schönsten Ecken des Nordens“, so das Deutsche Jugendherbergswerk, Landesverband Nordmark. „Tagsüber locken Zeitvertreib mit neuen Spielkameraden, Watt-Rallyes oder Strandabenteuer, Kanu-Touren oder Fahrradwanderungen. Viele Herbergen verfügen über spezielle Familienzimmer und sind mit diversen Extras – vom spannenden Ausflugsprogramm bis zur kindgerechten Ausstattung – voll und ganz auf Familien eingestellt.“

Als beliebteste Jugendherberge Schleswig-Holsteins reservierte sich 2006 mit rund 48.000 Übernachtungen erneut das Lister Haus an der Nordspitze von Sylt den ersten Platz, gefolgt von den Herbergen Scharbeutz-Strandallee an der Ostsee, Kiel und Lübeck „Vor dem Burgtor“. Einen gelungenen Start dürfen aber auch die drei Newcomer verzeichnen: Dahme, am Rande der Lübecker Bucht, Friedrichstatt, mitten in dem idyllischen Holländerstädtchen, und die „Zündholzfabrik“ in der alten Schifferstadt Lauenburg.

Die jüngsten Zahlen und Fakten verdeutlichen einmal mehr die wachsenden erfolgreichen Aktivitäten des Deutschen Jugendherbergswerks und seiner Mitarbeiter. Dass die Aufwärtsentwicklung des Jugendtourismus in Schleswig-Holstein vor allem seine Verdienste sind, ist unbestritten. Spätestens hier aber sollten sich zumindest die Gasthöfe und kleineren Hotels im Land zwischen den Meeren fragen, ob sie diese Entwicklung einfach hinzunehmen bereit sind oder sich mit eigenen Konzepten engagieren wollen.Heinz-Joachim Zinke


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