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Wolfgang Schildhauer ist Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Sachsen-Anhalt

© Manfred Zander

Sachsen-Anhalt

Vier Fragen an

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2007/8 vom 24. Februar 2007

1. Seit 1996 werden bundesweit nach einheitlichen Maßstäben Hotelsterne vergeben. Sind Sie mit dem Klassifizierungseifer der Hoteliers zufrieden?

Von ganzem Herzen sage ich „ja“. 452 Hotels in Sachsen-Anhalt könnten sich klassifizieren lassen. 244 Hotels tragen Sterne. Das ist ein Verhältnis, das sich bundesweit sehen lassen kann. Wir haben zwei 5-Sterne-Häuser, 80 Hotels mit 4 Sternen, 151 mit 3, sieben mit 2 Sternen und vier mit 1 Stern.

2. Werden die Sterne von den Gästen in Sachsen-Anhalt als Orientierungshilfe bei der Hotelsuche genutzt?

Das ist immer dann spürbar, wenn sich ein Gast bei uns beschwert, weil er glaubt, in dem von ihm gebuchten Hotel sei man der Sterneklassifizierung nicht gerecht geworden. Zur Ehrenrettung unserer Sternehotels darf ich allerdings sagen, dass solche Beschwerden ausgesprochenen Seltenheitswert haben.

3. Sterne werden für messbare und vergleichbare Ausstattungsmerkmale vergeben. Ob die Dame am Empfang freundlich oder schnippisch ist, lässt sich auf diese Art nicht bewerten. Wie kann Qualität objektiv gemessen werden?

In der Tat lassen sich Sachverstand und Freundlichkeit nur schwer in Normen fassen. In Sachsen-Anhalt empfehlen wir auch deshalb den Hotels, sich an der so genannten Qualitätsoffensive im touristischen Bereich zu beteiligen. Sie will die Fähigkeiten für Qualitätsmanagement^ Total Quality Management.
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verbessern. Und das sollte sich dann auch darauf auswirken, wie freundlich und sachverständig am Empfang gearbeitet wird.

4. Seit eineinhalb Jahren können auch Pensionen und Gästehäuser nach Sternen greifen. Wie beurteilen Sie die Ergebnisse?

Die G-Klassifizierung könnte deutlich stärker genutzt werden. Bisher haben erst fünf Häuser davon Gebrauch gemacht. Offenbar sind einer Mehrheit der Unternehmer die Marketingvorteile noch nicht bewusst, die ihr mit Sternen versehenes Haus genießen kann.

Die Fragen stellte Manfred Zander


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