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Frischgebackene Hoteliers: Hannelore Mayer-Stahl mit Ehemann Manfred und Sohn Ulli vor dem neuen Landhotel

© Silke Liebig-Braunholz

Hessen

Vom Café zum Landhotel

Wenn aus der Brotzeit eine Übernachtung wird: Bedarf an Hotelangeboten wächst

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/24 vom 14. Juni 2008
 Silke Liebig-Braunholz

FELSBERG. Privathoteliers in Nordhessen erkennen die Gunst der Stunde: Der Bedarf an individuellen Hotelangeboten in der Region ist enorm gestiegen. Das Landhotel Rosenhof ist ein Beispiel für die innovative Energie auf diesem Markt.

Nach dem Hotel Centrinum in Melsungen hat Hannelore Mayer-Stahl vom gleichnamigen Gourmetservice jetzt das Landhotel Rosenhof in Hesserode eröffnet. Der kleine Ort zählt nur 130 Einwohner. Die gelernte Köchin ist seit Jahren in der Gastronomie verwurzelt. 1986 hat sie sich selbstständig gemacht.

Der zweijährige Umbau des ehemaligen Wohnhauses der Familie zu einem Hotel war eine notwendige Reaktion auf das Gästeverhalten. Seit sechs Jahren betreibt Mayer-Stahl auf dem familiären Gelände auch das Gartencafe Zum Rosenhof. Dort kehrten häufig Radfahrer und Wanderer ein, die gern übernachten wollten. „Jetzt müssen wir die Gäste nicht mehr weiterfahren lassen. Außerdem kamen seit der Eröffnung bereits Buchungen über den Landkreis. Zum Hessentag im Juni sind wir ausgebucht“, erzählt Hannelore Mayer-Stahl.

In den acht Doppelzimmern in dem historischen Gebäude, das seit mehr als 400 Jahren in Familienbesitz ist, wurde ein individuelles Flair geschaffen. Alle Zimmer sind unterschiedlich groß und ganz nach dem Geschmack der Inhaberin eingerichtet. Fliesen und Stoffe des Mobiliars sind abgestimmt und geben jedem Raum eine eigene Note. In einigen Zimmern ist zudem eine Aufstockung möglich, sodass auch Familien mit Kindern einkehren können. „Jetzt müssen entsprechende Arrangements für Kurzurlauber und Gruppenreisende angeboten werden“, sagt Mayer-Stahl, die sich dafür professionelle Unterstützung geholt hat. Außerdem wurden zwei Zimmermädchen und zwei weitere Servicekräfte engagiert, die das Team verstärken.

Mayer-Stahl setzt auf Synergieeffekte zwischen ihren Unternehmungen. So können die Gäste des Cafes, in dem regelmäßig geschlossene Gesellschaften stattfinden, jetzt im Hotel übernachten. Die Inhaberin denkt zudem über Tagungsangebote nach – die Räumlichkeiten könnten entsprechend hergerichtet werden. Der gehobene Anspruch soll auch hier sichtbar werden: „Anders sein“ ist das Motto der umtriebigen Unternehmerin, die ihren Hotelgästen das Frühstück individuell am Tisch servieren lässt.

Silke Liebig-Braunholz


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