Hamburg
Vom Frühstück bis zum Absacker
Caffè Bar Rosso setzt auf Synergieeffekte im Szeneviertel Lange Reihe / Ganztagsfähiges Konzept statt reiner Barbetrieb
HAMBURG. Meistens kommt es anders, als man denkt. Ursprünglich sollte es ein Testarossa-Franchisebetrieb werden. Doch dann war den Gastronomen Eike Pabst und Volker Guzy das Konzept zu eng, und sie entschlossen sich, ihr eigenes Ding zu machen. Herausgekommen ist die Caffè-Bar Rosso an der Langen Reihe.
Klares Design
„Noch eine Caffè-Bar an der Langen Reihe“, wird sich mancher gedacht haben. Pabst und Guzy schreckte die Aussicht jedoch nicht, die immer länger werdende Kette von Restaurants, Bars und Cafés in dem Szeneviertel um eine weitere Perle zu bereichern. „St. Georg ist im Kommen“, ist sich Guzy sicher. Er setzt voll auf Synergieeffekte. Tische und Fußboden aus dunklem Holz vermitteln einen Hauch von Edelgastronomie. Das Design mit klaren Linien und einzelnen, bewusst gesetzten Farbtupfern zielt vor allem auf die Generation der30- bis 40-Jährigen. Im Laufe der zwei Jahre, in denen die beiden Existenzgründer auf der Suche nach dem richtigen Standort waren, hat ihr Konzept noch einige Änderungen erfahren. „Am liebsten hätten wir anfangs eine reine Bar aufgemacht“, erinnert sich Volker Guzy. „Dann war uns aber doch wichtig, dass das Konzept auch ganztagsfähig ist. Wenn der Barbetrieb losgeht, sollte ein wesentlicher Teil des Umsatzes schon gemacht sein.“
Mit dem Frühstücksangebot rückten Kaffeespezialitäten in den Vordergrund. Im Kaffee, den sich die Betreiber eigens aus einer kleinen, aber feinen Rösterei im Harz kommen lassen, sehen sie denn auch inzwischen ihre gastronomische Kernkompetenz.
Eine überwiegend italienisch ausgerichtete Bistrokarte rundet das Angebot ab. Im wöchentlichen Wechsel werden in der offenen Showküche von 11 bis 23 Uhr kleine und preiswerte Gerichte wie eine gratinierte Lachs-Spinat-Lasagne für 7 Euro frisch zubereitet.
Ehrgeizige Pläne
Kennen gelernt haben sich Eike Pabst und Volker Guzy im Elysée Hotel. Der gelernte Hotelfachmann Pabst war dort Veranstaltungsleiter. Guzy war für die EDV des Grand-Hotels zuständig. Seit zehn Jahren arbeitet er als selbstständiger Softwarelieferant für die Gastronomie.
Eigens für das Rosso haben Pabst und Guzy die RFC Gastronomiebetriebs GmbH gegründet. Ein Hinweis darauf, dass die Firma noch Expansionspläne hat. „2008 wollen wir das nächste Rosso eröffnen“, sagt Guzy. Mathias Thurm
