Neueröffnung
Von der Rinderhalle zum Szenelokal
von Helmut Heigert
HAMBURG. Die Möbel im Deli sehen auf den ersten Blick aus, als ob sie vom Sperrmüll stammen. Die Patina ist aber nach Angaben von Inhaber Patrick Rüther gewollt. Zwischen alten Schulmöbeln befindet sich auch ein Tisch von einem holländischen Designer. Die Tische im Restaurant sind aus 200 Jahre altem Eichenholz hergestellt. „Wir haben nur erstklassige Materialien verarbeitet“, sagt Rüther, der das neue Restaurant Bullerei in der Lagerstraße 34 b gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Tim Mälzer führt.
Die blauen Kacheln an der Wand erinnern an die ursprüngliche Nutzung der Räume als Viehhallen des Hamburger Schlachthofes. Das städtische Gebäude im Besitz der Sprinkenhof AG mit einer Gesamtfläche von 1000 Quadratmeter haben die Gastronomen für 35 Jahre gepachtet. In der Bullerei wird moderne deutsche Küche mit mediterranen Einflüssen geboten. Auf der Karte stehen Spitzkohleintopf mit Kaninchen und Pfifferlingen ebenso wie Kalbsleber mit Kräutergnocchi und Kirschen sowie Rotbarsch mit Artischocken und Petersilienpistou. Hauptgerichte kosten zwischen 10,50 und 22,50 Euro. Während das Restaurant mit 130 Plätzen abends um 18 Uhr öffnet, ist das Deli mit 50 Sitzplätzen täglich von 11 Uhr an geöffnet. Dort gibt es außer einem täglich wechselndem Mittagstisch mit jeweils 4 Gerichten auch eine kleine Karte, auf der Kleinigkeiten wie Bullenfutter (Grünzeug vom Feld), Beta vulgaris (geräucherte Rote Beete mit Kichererbsen, Baby Spinat und Sonnenblumenkernen) sowie Cremacatalanarotebeerentiramisu im Glas angeboten werden.

