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Bremen

Wachstum aus den Wolken

Branchenprimus der Billigflieger wird Bremen anfliegen / Prognose geht von 200.000 zusätzlichen Übernachtungen aus

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/51 vom 23. Dezember 2006
 Thomas Klaus

BREMEN. Ein neues Jahr und neue Zielen: 2007 will das Land Bremen verstärkt im Ausland um Touristen werben. Bisher konnten für die Touristenwerbung im Ausland lediglich 500.000 Euro ausgegeben werden. Aufgrund eines Beschlusses der Wirtschaftsförderausschüsse der Bremischen Bürgerschaft kommen nun weitere 560.000 Euro hinzu. Damit wird eine Marketingkampagne finanziert, die speziell auf Flugreisende zielt.

Hintergrund: Ab dem kommenden Jahr will die irische Fluggesellschaft RyanAir, Europas Nummer Eins bei preiswerten Flügen, Bremen anfliegen. Das bedeutet eine Million zusätzlicher Fluggäste – und das wiederum rund 200.000 zusätzliche ausländische Übernachtungsgäste.

Schrittweise werden drei fabrikneue Boeing-737-Flugzeuge in der Hansestadt stationiert. Der vorläufige Flugplan weist unter anderem viele neue Geschäftsreiseverbindungen nach Großbritannien, Nordeuropa und Italien auf. Auch die iberische Halbinsel wird dann wieder nonstop ab Bremen erreichbar sein. Kommentar von Wirtschaftssenator Jörg Kastendiek: „Gerade die Zuwäche bei Touristen aus Großbritannien durch die Flugverbindung der Low-Cost-Linie Easy Jet haben gezeigt, dass es in diesem Bereich ein enormes Potenzial gibt.“

Im Ausland will sich Bremen unter der Federführung der Bremer Touristik-Zentrale (BTZ) vor allem um private Städtereisende und Geschäftsleute, um Veranstalter und Teilnehmer von Messen, Tagungen und Kongressen sowie um Veranstaltungs- und Ausstellungsbesucher bemühen. Reiseveranstalter werden ebenfalls „angegraben“. Neben der deutlichen Stärkung des Auslandsmarketings stimmten die Wirtschaftsförderausschüsse für ein modernes Verkehrsleitsystem. Es soll den zahlreichen Besuchergruppen Bremens den Weg zu touristischen Zielen und Beherbergungseinrichtungen erleichtern. Dieses Projekt wird mit 200.000 Euro gefördert werden.

Darüber hinaus stellt das örtliche Hotel- und Gaststättengewerbe 50.000 Euro bereit. Die Wahl fiel auf ein übersichtliches und leicht verständliches Beschilderungssystem, das die Angebote in den Bereichen Kultur, Kunst, Freizeit, Einkaufen, Beherbergung und Gastronomie sichtbar und erfahrbar macht. Das System ist flexibel ausgestaltet und kann somit jederzeit auf Veränderungen reagieren. Thomas Klaus


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