Thüringen
Wandertag soll Hotelbetten füllen
Organisatoren rechnen mit 50.000 Übernachtungen / Wanderer sollen auf Gaststätten am Weg hingewiesen werden
SAALFELD Der 105. Deutsche Wandertag, der vom 21. bis 25. Juli in der Region um Rudolstadt und Saalfeld stattfindet, könnte dem dortigen Gastgewerbe einen neuen Schub geben. Die Organisatoren hoffen auf 30.000 Gäste. In der jüngeren Vergangenheit musste die Hotellerie im Kreisgebiet wiederholt Rückgänge bei den Übernachtungen hinnehmen, wie während einer Tourismuskonferenz anlässlich des bevorstehenden Ereignisses informiert wurde. Damit sei ein gravierender und sehr bedenklicher Tiefstand erreicht worden. Die Auslastung der Herbergen liege bei nur noch 26,8 Prozent, so dass sich der Betrieb vieler Häuser fast nicht mehr rechne. Allerdings könne für das erste Quartal 2005 ein positiver Trend beobachtet werden.
Die Zuversicht bezüglich des 105. Wandertages ist aus Sicht der Organisatoren damit begründet, dass diesmal drei Orte einbezogen und 120 Wanderungen angeboten werden. Zum Wandertag 2004 mit 15.000 Gästen gab es nur 36 Wanderungen. Bereits lange vor dem Beginn der 2005er Vorbereitungen seien von Wandervereinen in großer Zahl Betten in der Region des Wandertages reserviert worden – allerdings Reservierungen aufgrund neuer Angebote auch teils schon wieder storniert. Jetzt werde mit 11.000 Übernachtungsgästen und insgesamt 50.000 Übernachtungen gerechnet. Die Wanderleiter, so versicherte eine Sprecherin der Organisationsleitung, sollen gebrieft werden, die Wanderer auf die an den Wegen liegenden Gaststätten hinzuweisen, „nicht nur auf deren Toiletten“.
THÜHOGA-Geschäftsführer Dirk Ellinger, der die geringe Teilnahme der eingeladenen Gastgewerbetreibenden an der Konferenz bedauerte, hob die Wichtigkeit guter Qualität der gastronomischen Angebote für eine nachhaltige Gästeresonanz hervor. 30.000 Gäste innerhalb weniger Tage – das sei ein Zehntel des jährlichen Gästeaufkommens in der Region und damit eine enorme Chance für die Branche. „Wenn wir uns clever anstellen, können wir Wiederholungstäter bekommen“, sagte er. Unter Verweis auf anderartige Empfehlungen plädierte er für ein Bemühen, die Wünsche der Gäste weitestmöglich zu erfüllen, nicht aber, Gäste erziehen zu wollen. Es gebe aber kaum Grund, mit den Preisen herunterzugehen, zumal sie anderenorts deutlich höher und die gestiegenen KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
weiter mit Mausklick... zu berücksichtigen seien. Bedingung für zunehmenden Erfolg der Touristiker ist nach den Worten von Helmut Franke vom Industriedenkmal Gasmaschinenzentrale Maxhütte Unterwellenborn auch, dass Hoteliers und Kulturanbieter mehr zusammenarbeiten. Touristisch-kulturelle Angebotskomplexe führen dazu, dass Touristen ihren Aufenthalt verlängern.
