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Sachsen

Weingut Hoflößnitz will aus den roten Zahlen

Stadt Radebeul setzte Kämmerin als Chefin ein / Weinstube öffnete am 15. März wieder

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2005/13 vom 2. April 2005

RADEBEUL Seit über 700 Jahren wird im oberen Elbtal Wein angebaut. Ein Gutshof der Wettiner in der Radebeuler Lößnitz, der für Weinbau, seiner Verwaltung und für Feiern und Feste genutzt wurde, sollte sich als Zentrum des wettinischen Weinbaus entwickeln. Im Mai 1401 kam es zur Gründung der Hoflössnitz durch den Markgrafen Wilhelm der Einäugige.

Heute ist das Anwesen ein Konstrukt aus Stiftung und Betriebsgesellschaft, dem ein Weinbaumuseum, 8,5 Hektar Rebfläche und eine Weinstube gehört. Der Stadt Radebeul als Hauptgesellschafter wurden allerdings die roten Bilanzzahlen zu viel. Im Jahr 2002 betrugen die Schulden^ Verbindlichkeiten.
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35.000 Euro, und auch im letzten Jahr kamen weitere 18.000 Euro dazu, obwohl die Stadt 230.000 Euro Zuschuss aus dem Haushalt trägt. Der bisherige Geschäftsführer Gerhard Roth, ein Weinbaufachmann aus Franken, nahm deshalb seinen Hut. Der Wein von den Rebhängen der Lößnitz konnte sich unter seiner Führung zwar einen Namen machen, aber leider kümmerte er sich zu wenig um das Rechnerische. Deshalb bestimmte die Stadtverordnetenversammlung Radebeuls Kämmerin, Renate Kern, als neue Geschäftsführerin. Die resolute Finanzfachfrau soll nicht nur Übersicht in die Bücher bringen, sondern das Ergebnis steigern. Oberbürgermeister Bert Wendsche will spätestens zur Jahreswende 2007/2008 den Zuschussvertrag mit dem Weingut auslaufen lassen und einen jährlichen Überschuss von 20.000 Euro sehen. Leicht wird das für die 59-Jährige nicht, denn die 30.000 jährlich produzierten Flaschen lassen sich kaum für mehr als 8 Euro, wie bisher, verkaufen. Hilfe verspricht sie sich durch die Weinstube, die nach umfangreichen Renovierungsarbeiten am 15. März wieder öffnete. Die Stiftung Weingutmuseum hat mit den bisherigen Wirten Matthias Gräfe und Ines Kuka den Mietvertrag für die nächsten 2 Jahre mit der OptionVertraglich eingeräumtes Recht, einen Gegenstand oder Räumlichkeiten unter bestimmten Bedingungen zu einem bestimmten Preis zu erwerben, zu veräußern oder zu buchen .
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zur Verlängerung auf weitere fünf unterschrieben.

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