Bayern
Weiterhin gegen Rauchverbot
MÜNCHEN. Wirte und andere Gegner zeigen deutlich, dass sie sich in Sachen Rauchverbot keineswegs fügen wollen. Die CSU erhielt bei den bayerischen Kommunalwahlen in München nur 28,5 Prozent. Der Oberbürgermeisterkandidat der CSU, Josef Schmid, verlor mit 24,5 Prozent der Stimmen gegen Christian Ude (66, 7 %). Der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) kommentiert: „Wir sehen im Ergebnis ein klares Zeichen für eine verfehlte Politik.“
Rund 400 Menschen haben sich zudem in der vergangenen Woche zu einer weiteren Kundgebung gegen das strikte Gesundheitsschutzgesetz in der Schrannenhalle getroffen. Franz Bergmüller, Vorsitzender des VEWBK, hatte dazu aufgerufen. Der Verein fordert das so genannte spanische Modell. Nach diesem kann ein Wirt grundsätzlich entscheiden, ob er seinen Betrieb als rauchfrei kennzeichnet oder nicht. Bei Gaststätten mit mehreren Räumen soll ein Teil als Raucherraum ausgewiesen werden können. Der Verein hat mittlerweile 30.000 Mitglieder und bereits 107.000 Unterschriften gegen das Rauchverbot gesammelt.
Um das Rauchverbot zu umgehen, haben allein rund 200 Münchner Wirte ihr Lokal als Raucherclub deklariert. Seit kurzem auch der Inhaber des Seven Days in Dachau. „Ab 18 Uhr ist mein Lokal eine geschlossene Gesellschaft.“ Sein Club hat schon 3500 Mitglieder. lin
