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Gut besucht: Der WM-Park 2006 in Tübingen Foto: Veranstalter

Baden-Württemberg

Wirte im Land locken mit WM-TV

Für gute Umsätze beim „Rudelfernsehen“ müssen jetzt starke Kicker und gutes Wetter her / Übertragung auf die Toilette

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/24 vom 12. Juni 2010

STUTTGART. Gastronomen in ganz Deutschland haben sich für die kommenden WM-Wochen FITfür Full Independent Tour, , Bezeichnung für Freizeitreisenden, der nicht in einer Gruppe reist.
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gemacht. Auch in Baden-Württemberg hoffen die Gastwirte auf gute Geschäfte beim gemeinsamen Schauen der Fußball-WM, denn die öffentliche Hand hat sich diesmal bei der Organisation von Public-Viewing-Veranstaltungen zurückgehalten. Eine Chance für private Veranstalter.

Clowns und Tombola

In Freiburg beispielsweise findet die größte private Public-Viewing-Veranstaltung im Eschholzpark statt. In Freiburgs Hausbrauerei Feierling wird Inhaber Wolfgang Feierling-Rombach die Deutschlandspiele und die Halbfinals zeigen. WerbungTeilbereich des Kommunikationsmixes. Mediawerbung.
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macht er allerdings keine dafür: „Wir werden sonst überrannt.“ 2006 hätten die lautstarken „Hardcore-Fans“ mehr Stammgäste vertrieben, als der Getränkeumsatz gestiegen sei. Trotzdem rechnet Feierling-Rombach während der Spiele mit einem vollen Haus.

Simone Capurso in Lörrach richtet in seinem Restaurant La Pergola am Burghof im Biergarten 400 Sitzplätze mit zwei Großbildschirmen und Grill ein. Alle Spiele zeigt er live; geplant sind dazu Animationen wie Clowns und Tombolas und spezielle Abende mit südafrikanischen Getränken. Die vermutlich höchste Fußballparty in Baden-Württemberg findet auf dem Feldberg statt. In der Feldberghalle auf mehr als 1000 Metern Höhe zeigt die Hochschwarzwald-Tourismus-GmbHAbk. für Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
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alle Spiele; Gastronom Christian Dreher vom Pub Oye übernimmt die Verpflegung der Gäste. 2006 war er zufrieden mit dem UmsatzWertmäßige Erfassung des Absatzes einer Unternehmung.
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; dieses Jahr hofft er auf die gleiche Euphorie der Fans.

In Konstanz plant die Eventfirma Fetscher aus Markdorf auf dem Festgelände Klein-Venedig eine deutsch-schweizerische Fußballparty mit Konzerten und einer MesseIm wirtschaftlichen Sinne eine zeitlich begrenzte, wiederkehrende Veranstaltung auf einem bestimmten Gelände, die es Produzenten oder Verkäufern einer Ware bzw.
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. Gezeigt werden alle Vorrundenspiele mit deutscher und Schweizer Beteiligung sowie alle Ausscheidungsspiele.

In Tübingen haben sich wie 2006 vier renommierte Gastgewerbe-Unternehmen (Hotel Krone, Restaurant Museum, Hotel am Schloss, Wurstküche) zusammengetan. Am Anlagensee in der Nähe des Hauptbahnhofs veranstalten sie den WM-Park 2010 mit 3000 Sitzplätzen und einer 24-Quadratmeter-Leinwand. 3 Euro kostet die Eintrittkarte, 5 Euro bei Spielen mit deutscher Beteiligung. Lothar Schmidt vom Restaurant Museum sagt aber deutlich: „Der Etat beträgt 200.000 Euro, wir gehen ein hohes Risiko ein.“ Es gebe keine Zuschüsse von der Stadt und der Erfolg der Veranstaltung hänge vom Wetter ab und vom sportlichen Erfolg der Nationalmannschaft.

Weil in der Landeshauptstadt kein öffentliches Public Viewing auf dem Schlossplatz stattfindet, ist die Gastronomin Sonja Renz mit ihrem Biergarten im Schlossgarten die größte WM-LocationMeist außergewöhnlicher Ort für Feste, Filmaufnahmen sowie sonstige Veranstaltungen bzw.
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in Stuttgart. Um die 2000 Fans finden dort Platz. Alle Spiele werden auf Großleinwänden übertragen.

Intimer geht es zu in der Vaihinger Kneipe Maulwurf. Das Wirtepaar Andreas Göz und Barbara Schreiber sorgt mit einer Großleinwand und vier TV-Geräten für Durchblick – übrigens auch auf der Toilette. Stimmungsvoll geht es bei den großen Fußball-Events traditionell im Mezzogiorno im Stuttgarter Stadtgarten zu. Außer dem Kick locken Antipasti und Leckeres vom Grill. In diesem Jahr schwingt aber Trauer mit, denn Mezzogiorno-Wirt Vincenzo Stamati wurde im März Opfer eines Mordes. Seine Witwe führt das Lokal weiter.

AC/DC statt Hymne

Am kultigsten wird Fußball im Schlesinger zelebriert. Mit AC/DC-Intro statt Nationalhymnen und eigens produziertem Vorfilm. Rund 1000 Fußballbegeisterte passen in den überdachten Innenhof des Boschareals, der vom Mash bewirtschaftet wird. In Studios zweier Regionalsender wird dort auch das WM-Geschehen von Experten analysiert. bur/hz

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