Sachsen
Wirte schlagen Alarm
Umfrage: Das Sächsische Nichtraucherschutzgesetz bedroht viele Betriebe in ihrer Existenz
DRESDEN. Was bisher nur zu vermuten war, hat eine aktuelle Umfrage des DEHOGAAbk. für Deutscher Hotel- und Gaststättenverband.
weiter mit Mausklick... Sachsen bestätigt: Das sächsische Nichtraucherschutzgesetz führt seit der Einführung im Februar 2008 zu erheblichen Umsatzeinbußen. Es bedroht somit die Existenz vieler Unternehmen. Umfragezeitraum war von Februar bis Mai.
„Das Ergebnis ist erschreckend. Seit das Rauchverbot gilt, ist in vielen Kneipen, Gaststätten und Discotheken der UmsatzWertmäßige Erfassung des Absatzes einer Unternehmung.
weiter mit Mausklick... zwischen 10 und 56 Prozent gesunken“, so Frank Lehmann, Hauptgeschäftsführer DEHOGA Hotel- und Gaststättenverband Sachsen.
47 Prozent der befragten Gastronomen bestätigten negative Auswirkungen auf ihr Geschäft und nur 8 Prozent sehen positive Effekte eines gesetzlichen Rauchverbotes. „Über ein Viertel der Wirte und Discothekenbetreiber fürchten um ihre Existenz“, so Lehmann weiter. 20 Prozent gehen davon aus, dass sie deswegen Mitarbeiter entlassen müssen.
Die Mehrheit der Befragten ist nicht für eine grundsätzliche Abschaffung des Gesetzes, sondern lehnt dieses in seiner jetzigen Fassung ab. Die Wirte möchten selbst entscheiden, ob in ihren Gaststätten geraucht werden darf oder nicht. Und sie wollen eine bundesweit einheitliche Kennzeichnungspflicht für alle Gastronomiebetriebe. In den vergangenen Monaten haben die Proteste gegen das Rauchverbot bundesweit zugenommen.
Das Bundesverfassungsgericht will noch vor der Sommerpause in einem Grundsatzurteil über das umstrittene Rauchverbot entscheiden.
