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Gästestrom: Städte wie Erfurt ziehen Besucher an

© Ekkehard Tanzer

Thüringen

Wirte zeigen wenig Zuversicht

DEHOGA Konjunkturumfrage: Branche klagt über starke Ertragseinbußen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/24 vom 14. Juni 2008
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ERFURT. „Würde man negativ denken, könnte man seinen Laden gleich zumachen“, erläutert Thüringens DEHOGA
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-Präsidentin Gudrun Münnich, den scheinbaren Widerspruch zwischen dem „verhaltenen Optimismus" Thüringer Wirte und den weiter sinkenden Erträgen ihrer Betriebe. Laut der jüngsten Konjunkturumfrage des DEHOGA Thüringen registrierte der überwiegende Teil der Branche in der vergangenen Wintersaison Ertragseinbußen. Und rechnet damit auch in der jetzt gestarteten Sommersaison. In der Gastronomie gaben 77,4 Prozent der Unternehmer einen Ertragsrückgang an, 66 Prozent gehen von weiter sinkenden Erträgen aus. In der Hotellerie registrierten im Winter 57,8 Prozent gesunkene Erträge, 40 Prozent erwarten diese auch in der Sommersaison 2008.

Die Ursachen für die angespannte Ertragslage sind vielfältig. So wachsen die Ansprüche der Gäste, bei gleichzeitig höherem Preisbewusstsein. Viele Hotels versuchen diesem Problem schon jetzt mit Pauschalangeboten zu begegnen. Hinzu kommen Kostensteigerungen, etwa im Energie- und Entsorgungsbereich. „Die können wir nicht an den Gast weitergegeben“, sagte Münnich.

Groß ist die Unsicherheit in der Gastronomie. Das Nichtraucherschutzgesetz, das am 1. Juli in Kraft tritt, bereitet vor allem den Einraum-Wirten schon heute Sorgen. „Jeder dritte Gastronom rechnet mit Einbußen“, berichtet Verbandsgeschäftsführer Dirk Ellinger. Zuversichtlicher sind die Betriebe in größeren Städten. Hier entwickeln sich Gäste- und Übernachtungszahlen positiv. eta


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