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Gut platziert: Verkaufs- und Marketingdirektorin Dominika Rudnick liebt den einzigartigen Blick vom roten Sofa der eleganten Arena-Suite aufs Stadion Foto: Marx

Nordrhein-Westfalen

WM als erste Herausforderung

Dicht dran am Ball: Courtyard by Marriott Gelsenkirchen / 27 Millionen Euro Baukosten / Ziel für 2006: 50 Prozent Auslastung

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/15 vom 15. April 2006
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GELSENKIRCHEN Der zurzeit wohl spektakulärste Hotelneubau in Nordrhein-Westfalen ist das Courtyard by Marriott in Gelsenkirchen. „Wir wurden regelrecht überrannt“, berichtet Direktor Thomas Gladigau über die Resonanz der Bevölkerung auf die Eröffnung des 4-Sterne-Hotels.

Vis-à-vis zur Veltins Arena AufSchalke wurde das 198-Zimmer-Haus in nur 14 Monaten Bauzeit errichtet. 27 Mio. Euro investierte das Dortmunder Bauunternehmen Freundlieb und schuf damit die Basis für bis zu 96 Arbeitsplätze.

In dem Hotel ist der Gast dank der Lage zwischen dem legendären Parkstadion und der neuen Veltins Arena AufSchalke wirklich hautnah am Fußballgeschehen. Vom 11. Geschoss mit der Arena-Suite und dem Fitness-Bereich kann er mit einem Blick auch den Strukturwandel des Ruhrgebietes von der Zechenlandschaft zur Dienstleistungs- und Tourismusregion erfassen. Das interessierte vor allem die Gelsenkirchener. Über 1700 meldeten sich innerhalb eines Vormittages auf die Einladung des Hotels zur Hausführung.

„Unsere Telefonleitungen liefen regelrecht heiß“, sagt Dominika Rudnick. Sie ist als Verkaufs- und Marketing-Chefin für das neue Courtyard und für die beiden Bochumer Marriott-Hotels der Marken Renaissance und Courtyard zuständig.

Genau so groß war das Interesse am Restaurant Green Olive. Die 125 Plätze waren am Eröffnungsabend des 1. April ausgebucht. Eine Feuerprobe für Küchenchef Thomas Gaimann. Er hat sich auf die gesunde Küche der Mittelmeerländer spezialisiert.

Als erste große Herausforderung steht die WM vor der Tür. Vier Vorrundenspiele und ein Viertelfinalspiel werden in Gelsenkirchen ausgetragen. „Die WM ist sozusagen unser Puffer. Wir schätzen, damit auf 50 Prozent Belegung im ersten Jahr zu kommen“, so Rudnick.

Das Problem, direkt am Eingang zum WM-Stadion und damit in der Sperrzone zu liegen, muss noch bewältigt werden. „Ob und wie uns Gäste, die nicht reserviert haben, dann überhaupt erreichen, ist noch unklar“, meint Dominika Rudnick ein wenig skeptisch. Die Nähe zum Fußball soll für das Courtyard by Marriott auch in Zukunft ein Verkaufsargument sein. In erster Linie wird jedoch auf das Tagungs- und Übernachtungsgeschäft mit den umliegenden Firmen gesetzt. „Wir wollen dabei der Arena keine Konkurrenz machen, die auf Großveranstaltungen spezialisiert ist“, so Rudnick.

Im Courtyard stehen für Veranstaltungen bis 100 Personen insgesamt neun Räume zur Verfügung. Sie sind nach den bisherigen Fußball-Weltmeisterländern benannt. Zweites Standbein sollen die Patienten des neuen Gesundheitskonzeptes „Medicos AufSchalke“ werden. Das Courtyard hat direkten Zugang zu dieser Klinik, die ganzheitliche Therapien und Gesundheits-Check-Ups durchführt.

„Wir wollen in der Region in die führende Rolle gehen“, erklärt Rudnick die Zielsetzung für das Hotel, dessen Investor das Dortmunder Bauunternehmen Freundlieb ist. „Mit unserer großen Marriott-Verkaufsmaschinerie im Hintergrund und dank der guten Unterstützung der örtlichen Wirtschaftsförderung sehen wir da gute Chancen. Leider sind noch zu wenige PR-Maßnahmen ergriffen worden, um die Region als Touristenziel bekannt zu machen. Die WM wird vielleicht etwas mehr dazu beitragen.“

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