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Der Star ist die Mannschaft: Angelika und Gunnar Hesse (links, in dunkler Montur) wissen um die Begeisterungsfähigkeit ihres Teams

Verena Weustenfeld

Schleswig-Holstein

Wo Rezession ein Fremdwort ist

Familie Hesse vom Hotel Restaurant Seeblick auf Amrum gewinnt Stammgäste durch gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/15 vom 10. April 2010
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NORDDORF/AMRUM. „Wo aus Fremden Freunde werden“ – das ist das Motto der Familie Hesse vom Hotel Seeblick in Norddorf auf Amrum. Wer das Haus besucht, der weiß um die liebevolle Arbeit, die dahinter steckt.

Frühmorgens dreht Angelika Hesse mit aufmerksamem Blick ihre Runden. Insgesamt 22 Doppelzimmer, 19 Einzelzimmer, 16 Suiten und 13 Ferienwohnungen wollen auf 4-Sterne-Niveau gehalten werden. „Wir haben hauptsächlich Stammgäste, die die entspannte und gehobene Atmosphäre des Hauses sehr schätzen und fast jedes Jahr wieder kommen“, erzählt Angelika Hesse stolz. Eine Auslastung von

64 Prozent über das Jahr spricht Bände. Das Geheimnis liegt wohl zum einen in dem sehr guten PreisTransaktionspunkt zwischen Angebot und Nachfrage eines Produkts bzw.
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-Leistungs-Verhältnis, der große Pluspunkt ist aber der familiäre Umgang, den die Gäste zu schätzen wissen. Seit 2001, nach dem schicksalhaften Tod ihres Mannes, unterstützen auch Sohn Gunnar Hesse, der seine Kochkünste von Jörg Müller (Sylt) erlernte, und Schwiegertochter Nicole Hesse (Hotelfachfrau) den Betrieb. 2007 wurde das Haus schließlich an die Junioren übergeben. Und dies hat hier Tradition.

Lammfilets sind Klassiker

Frischen Wind brachte Angelika Hesse 1983 in das Haus, das komplett abgerissen und nach ihren Vorstellungen wieder aufgebaut wurde. „Es ist so wichtig, loslassen zu können, das galt für meine Eltern, die mich handeln ließen – und das gilt jetzt für mich, wo ich mich langsam aus dem Geschäft zurück ziehe.“ Ein unglückseliger Zufall veranlassten Nicole und Gunnar Hesse nach einem Schwelbrand 2008 den gesamten Wellnessbereich sowie das Restaurant komplett zu modernisieren. Die Gastronomie ist ideenreich und verwendet nur frische Produkte. Der 31-Jährige Küchenchef lässt sich von den einheimischen Bauern das Fleisch von Lamm und Rind bringen. Spezialitäten wie Amrumer Wildaustern und Filets vom Salzwiesenlamm gehören zu den Klassikern des Hauses.

Seit Kurzem hat sich die Küche dem Verbund der Feinheimischen angeschlossen, die sich dem Erhalt regionaler Produkte verschieben haben. „Zurzeit arbeiten wir an einer eigenen Marke, bei der aber jeder Gastronom eigenständig wieder zu erkennen ist“, erläutert Gunnar Hesse das Konzept. Auch wenn für ihn die Umsetzung aufgrund der Insellage nicht ganz so kostengünstig ist, wissen die Gäste die Idee zu schätzen. Interessant sind die Bemühungen, auch die Energieeffizienz des Hauses zu erhöhen. Nicole Hesse war soeben in Husum auf einer MesseIm wirtschaftlichen Sinne eine zeitlich begrenzte, wiederkehrende Veranstaltung auf einem bestimmten Gelände, die es Produzenten oder Verkäufern einer Ware bzw.
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für Erneuerbare Energien (Leseprobe und weitere Informationen zum Buch "Erneuerbare Energien"), und hat sich zum Thema Blockheizkraftwerke informiert. „Wir legen viel Wert auf Umweltschutz“, kommentiert sie ihre Bemühungen. Seit einem Jahr ist ein externer Energie-Berater im Hause. „Das ist für uns auch ein echter Erfolgsfaktor, trotz Rezession merken wir kaum Einbrüche in unserem Haus“, erläutert Nicole Hesse. „Vielleicht sind die Urlaube ein wenig kürzer geworden.“ Und auch an Kleinigkeiten wie dem Aperitif werde schon mal gespart. „Aber die Gäste kommen trotzdem. Das liegt wohl auch mit daran, dass wir uns nicht auf eine bestimmte ZielgruppeEine von der Marketingabteilung oder vom Unternehmer festgelegte Auswahl von Marktteilnehmern, an die sich ein Angebot oder eine Maßnahme richtet .
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versteifen, wir wollen das Hotel für Jedermann sein“, erzählt Angelika Hesse nachdenklich.

Körpersprache trainieren

In der angrenzenden Hotelbar trifft sich abends die Kundschaft aus den umliegenden Häusern und auch das gut geschulte PersonalIn der Hotellerie und Gastronomie haben diese durch den Kontakt zu den Gästen einen wesentlichen Einfluss auf die vom Gast wahrgenommene Dienstleistungsqualität.
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ist hier anzutreffen. „Wir haben eine Menge Fortbildungen und ein Training für Körpersprache sorgt für den passenden Umgang mit den Gästen“, erläutert die Junior-Chefin. Auch auf Tagungen und Seminare bis zu 60 Personen ist man bestens eingerichtet. Amrum ist immer eine Reise wert – auch im November, wenn die Familie Hesse wieder mit einem attraktiven Angebot zum Schleswig-Holstein Gourmet Festival lockt. Verena Weustenfeld

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