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Luxus hinter Backstein: Wollen die Auslastung des 5-Sterne-Hauses (links) steigern: (von links) Christian Neu, Mathias Terpe und Jörg Rohwedel Foto: Helmut Heigert

Schleswig-Holstein

Zu Gast in historischen Mauern

Genießer Hotel Altes Gymnasium in Husum erstrahlt in neuem Glanz / Lenka Hansen-Mörck investiert 600.000 Euro

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2009/1 vom 2. Januar 2010
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HUSUM. Italienische Möbel, englische Teppiche – in den Räumen des Genießer Hotels Altes Gymnasium in Husum spürt der Gast die Liebe zum Detail. Rund 600.000 Euro hat Lenka Hansen-Mörck in das 5-Sterne-Hotel investiert, dass sie vor drei Jahren übernommen hat. „Ich fühle mich verpflichtet, das historische Gebäude zu erhalten“, sagt die Eigentümerin, die auch das Genießer Hotel Historischer Krug in Oeversee führt.

Lebenstraum erfüllt

Mit dem Umbau der ehemaligen Husumer Hermann-Tast-Schule in ein Luxushotel hatte sich der Hamburger Geschäftsmann Johann Max Böttcher einen Lebenstraum erfüllt. Schon Theodor Storm hielt in dem Gebäude Vorträge. Sein Vater hatte 40 Jahre lang an der 1867 erbauten Schule als Lehrer gearbeitet. Böttcher selbst hatte 1939 an dem Gymnasium sein Abitur gemacht. Nach einem zweijährigen Umbau eröffnete das 5-Sterne-Hotel am

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1. April 1996 seine Pforten. Doch zehn Jahre später war die Substanz verbraucht. Der Hotelbetrieb drohte, in die roten Zahlen zu rutschen. Nach einer 3-jährigen Renovierung bei laufendem Hotelbetrieb strahlt das Alte Gymnasium jetzt wieder in neuem Glanz. „Auch die Fassade des Gebäudes wurde saniert“, erzählt die Eigentümerin.

Das Hotel verfügt über 64 Zimmer und 8 Suiten; davon sind 40 Hotelzimmer im 1954 erbauten Gartenhaus untergebracht. Für Veranstaltungen kann das Haus vier Tagungsräume für 10 bis zu 200 Personen anbieten. Außerdem dient die ehemalige Aula mit einer Fläche von 250 Quadratmeter heute als Saal. Lenka Hansen-Mörck plant, in Zukunft im Winter einen Benefiz-Ball zugunsten von Kindern in dem Hotelsaal zu veranstalten.

Im Gourmet-Restaurant Eucken mit 32 Plätzen sorgen Küchenchef Oliver Heinken und seine Mannschaft für eine klassische, kreative Küche. Dabei stammen die Produkte für das Bioland zertifizierte Hotelrestaurant alle aus der Region. Im Restaurant Wintergarten mit 60 Plätzen kommen Liebhaber der anspruchsvollen regionalen Küche auf ihre KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
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. Ein Teil des dreiteiligen Wintergartens, der auch für das Frühstück genutzt wird, soll künftig als Lounge dienen. Auch die klassische Hotelbar mit 35 Sitzplätzen soll in eine Weinstube umgewandelt werden.

Ein weiteres Aushängeschild des Hauses ist der 1400 Quadratmeter große Wellnessbereich mit einem 25 Meter langen Schwimmbad. In Zukunft soll auch ein Hamam eingerichtet werden. Der Schwerpunkt der Anwendungen liegt auf Ayurveda, für das Lenka Hansen-Mörck als medizinische Kosmetikerin eine Spezialausbildung in Sri Lanka absolviert hat. Derzeit kümmern sich zwei Spezialisten in vier Behandlungsräumen um die Gäste. „In Zukunft soll auch ein ayurvedischer Arzt eingestellt werden“, sagt Lenka Hansen-Mörck.

Mut zur eigenen Marke

Die durchschnittliche Auslastung ist mit derzeit 51 Prozent nach Ansicht der Eigentümerin noch nicht zufriedenstellend. Die durchschnittliche Verweildauer der Gäste beträgt drei Tage. Insgesamt kümmern sich 45 fest angestellte Mitarbeiter, darunter 15 Azubis um die Gäste.

Bei der Vermarktung ihre beiden Häuser geht Lenka Hansen-Mörck eigene Wege. 2008 trat sie aus der Kooperation der Romantik Hotels aus, zu deren Gründungsmitgliedern der Historische Krug in Oeversee zählte. Seitdem firmieren beide Häuser als Genießer Hotels – eine Marke, die sie selbst erfunden hat. Lenka Hansen-Mörck: „Ich hoffe, noch weitere Kooperationspartner zu finden.“ Jeder fängt einmal klein an. Helmut Heigert

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