Konzepte: M21 Gulasch House in Mainz
Auf der Karte stehen nur zwei Gerichte
von Heinz Feller
MAINZ. Hot or not – scharf oder nicht scharf – zwischen diesen beiden Schärfengraden kann man bei Marcel Speidels Gulaschsuppe wählen. Und das ist auch das einzige Gericht, das es auf der Speisekarte im M21 Gulasch-House gibt.
Das kleine, argentinisch eingerichtete Lokal liegt in der Gaustraße am Rand der Altstadt. „Echte Mainzer leben hier einträchtig zusammen mit verschiedenen anderen Nationalitäten, man muss schon etwas Glück haben und Geduld mitbringen, um abends ein Plätzchen bei uns zu ergattern“, sagt Speidel. Schon am frühen Mittag kommen die Angestellten aus den benachbarten Büros um hier Gulasch zu essen. Das geht dann bis abends, wenn die letzten sich noch was für zu Hause mitnehmen oder aber zum gemütlichen Weinumtrunk bei ihm einkehren. Außer den Weinen der drei großen Bodegas Escorihuela, Ruca Malen und Del Fin del Mundo – deren General-Importeur für Deutschland er ist – führt Speidel noch zirka 40 andere, ausgesuchte Vinos Argentinos kleinerer Boutique-Weingütern, von deren Qualitäten er überzeugt ist.
Wein ist im M21 Gulasch House wichtig, auch als Umsatzbringer. „Es kommt nicht selten vor, dass ein Gast zur kleinen Portion Gulaschsuppe für 4,50 Euro, eine Flasche Malbec der Bodega Noemia für knapp 100 Euro trinkt.“, erzählt der Chef. So gesehen sollte ich das Gulasch-House besser in Wine-House umbenennen, denn in der Umsatzrelation liegt der Wein weit vorne.“
Außer dem Tagesgeschäft hat der 45-jährige vor allem Veranstaltungen ins Auge gefasst, die er mit Gulasch beliefert. Den verkauft er mittlerweile über CateringLieferung, Versorgung oder Bereitstellung von Speisen und Getränken durch einen Caterer.
weiter mit Mausklick..., EventInszenierte Veranstaltung in meist außergewöhnlicher Umgebung , die Gäste durch ihre emotionale Ansprache aktivieren soll.
weiter mit Mausklick...- oder Privatlieferungen im Original-Suppentopf in weit größerem Umfang als im Restaurant. „Was vor vier Jahren als zweites Standbein startete, hat sich zum Hauptumsatzträger entwickelt“, freut sich Speidel. Dabei ist er weder gelernter Koch noch SommelierBerufsbezeichnung für Mitarbeiter, der in einem Restaurant den Inhaber und die Gäste hinsichtlich des Weinangebots des Hauses berät.
weiter mit Mausklick..., sondern hat schon ganz andere Karrieren hinter sich: als Bauingenieur, Künstler, Leitungssportler und Polospieler.


