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Das Volta und seine Macher: Der Pavillon ist eine Idee von Klemens Mühlbauer (links) und Laszlo Trepak Fotos: Karin Rieppel

Kiezkneipe

Berlin Der Kiez braucht eine Kneipe

Grafiker, Architekt und ein Küchenchef betreiben das Volta im gastronomisch schwachen Berliner Stadtteil Wedding

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/39 vom 22. September 2012
von

. Das Volta ist eine und Bar in einem Straßen-Pavillon aus den 70er Jahren, in der man kleine ideenreiche Gerichte mit internationalem Touch für weniger als 10 Euro essen kann. Und das Ganze mitten im Wedding, einem Stadtteil, der gastronomisch gesehen mehr oder weniger ein weißer Fleck ist.

Drei Freunde packen an

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Das Volta hat drei GesellschafterBegriff aus dem Handelsrecht sowie dem Gesellschaftsrecht für einen Teilhaber bzw.
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: Laszlo Trepak, ein Grafikdesigner, Klemens Mühlbauer, ein Architekt, und Stephan Hentschel, Küchenchef vom Cookies. Die Drei sind befreundet, wohnen alle schon seit vielen Jahren im Wedding und haben darauf gewartet, dass jemand einmal etwas Gastronomisches eröffnet, das ihnen zusagt, damit sie nicht immer nach Mitte oder Kreuzberg fahren müssen. Doch nichts passierte. Daher marschierten sie eines Tages selbst mit einem dreiseitigen zur Degewo, einer der größten Berliner Wohnungsbaugesellschaften mit zahlreichen Wohnsiedlungen. Ihr gehört der kleine Pavillon, in dem es schon einmal von 1970 bis 2000 Gastronomie gab. Die Degewo war von dem Konzept einer solchen Kiezkneipe äußerst angetan, man sah darin die Möglichkeit einer Belebung und Aufwertung des Kiezes, berichten Laszlo Trepak und Klemens Mühlbauer.

Natürlich war es mit dem dreiseitigen Konzept noch nicht ganz getan, ein richtiger Businessplan (Leseprobe und weitere Informationen zum Buch "Businessplan ")musste erstellt werden. Ob die Drei durchgehalten hätten, wenn sie damals im Detail gewusst hätten, wie viel Stress und AufwandDer Einsatz oder die zu erbringende Leistung, um einen bestimmten Nutzen zu erzielen .
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es bedeutet, eine KonzessionKooperation loser oder enger Zusammenschluss von mindestens zwei Unternehmen, mit dem Ziel, Synergieeffekte zu generieren.
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zu bekommen, weiß niemand. Zum Beispiel, weil die Brandschutztür in die falsche Richtung aufgeht.

Für ihre Idee, kleine Gerichte anzubieten, die zwar nicht chic aber originell sein sollen, holten die Betreiber Oliver Lorenz als Küchenchef ins Boot. Lorenz, der im Cocoon in Frankfurt am Main gearbeitet hat, kennt das anspruchsvolle Barfood vor allem aus seiner Zeit in New York. Er hat beispielsweise die Bellies kreiert. Das ist geschmorter Schweinebauch in Teigtaschen mit süß-sauren Gurken für 5 Euro; oder den Lollipop, ein Gericht, für das Entrecôte um einen Zitronengras-Stängel gewickelt und gebraten wird, dazu Papaya-Salat und Hoisin-Sauce für 6 Euro. Das beliebteste Gericht ist der Volta Burger. Nach dem Brötchen für diesen Burger haben die Betreiber lange gesucht. Erst mit einer Brioche mit weißem Mohn war Oliver Lorenz zufrieden. Ihm gehe es darum, kleine, ehrliche Gerichte mit unterschiedlichem internationalen Background anbieten zu können. Außerdem gibt es mittags von 12 bis 15 Uhr jeweils fünf Gerichte zwischen 4,50 und 7,50 Euro. Demnächst wird er die Abendkarte wahrscheinlich um größere und teurere Gerichte erweitern. Das Bier kommt von Eschenbräu, einer Berliner Hausbrauerei aus dem Wedding.

Baucontainer stören

Die Gäste sind vom Volta – benannt nach einer Straße und U-Bahnstation in unmittelbarer Nähe – von Anfang an begeistert, erzählen Klemens Mühlbauer und Laszlo Trapek. Wenn sie es denn finden: Direkt neben dem Pavillon zur Fahrbahnseite hin stehen riesige Baucontainer, die die Sicht auf das Volta versperren. Für ein neues Lokal nicht unproblematisch. Noch wissen die Drei nicht, wie sie dieses Problem lösen können. Doch sie arbeiten daran.

Fazit: Mit dem passenden Konzept klappt Gastronomie auch in Gegenden, die bisher gastronomisch schwach waren. Dazu gehören eine gute Portion Mut, Geduld, betriebswirtschaftliches Know-How, eine spannende Küche und angemessene Preise.

Karin Rieppel




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Leser-Kommentare zum Artikel (1)

Daniela Koch, Berlin
Daniela Koch, Berlin

25.09.2012 um 17:54

Betreff: Gastronomie in Wedding

Ich bin Gastrocoach und habe meinem Coachee letztes Jahr auch geraten im Wedding seine kreative Küche zu platzieren. Seit diesem Monat gibt es das "Hasina EATERY" in der Ofenerstr. 2.Info:facebook.com/Hasina EATERY. Und bald auch das kreative Baumhausprojekt, welches sich über Crowdfounding finanzieren wird.www.startnext.de/baumhaus

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