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Neuer Spot von Booking.com: Hoteliers lachen, wenn eine Buchung eintrifft und sind enttäuscht, wenn sie wieder storniert wird

© Youtube/Screenshot AHGZ

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Booking.com-Spot in der Kritik

18. Januar 2016
 Raphaela Kwidzinski

AMSTERDAM/KARLSRUHE. Sind Hoteliers nur noch „dümmlich grinsende Gastgeber“? Ein neuer Werbespot von könnte das nahelegen – so sieht es zumindest , Direktor des Hotels Der Blaue Reiter in Karlsruhe. Denn in dem Spot werden die Gastgeber als Inselbewohner dargestellt, die ihr Gesicht zu einem Lachen verziehen, wenn der Gast ein Zimmer bucht. Wenn das Zimmer kurzfristig storniert wird, gehen die Mundwinkel wieder nach unten. Dann bucht der Gast wieder und der Hotelier lacht erneut, bevor seine Mundwinkel sich bei StornierungIn der Praxis kommt es immer wieder zu Streitigkeiten darüber, ob im Beherbergungsbereich Fristen existieren, innerhalb derer der Besteller von einer einmal getätigten Buchung kostenlos zurücktreten kann.
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wieder nach unten bewegen.

Das geht in dem Werbespot eine Zeitlang hin und her und wird begleitet von den Kommentaren „Book it – cancel it – book it – cancel it” und so weiter. Also zu deutsch: „Buch es – stornier’ es – buch es – stornier es”. Booking.com bewirbt damit die Möglichkeit zum kostenlosen Stornieren, die bei den meisten Unterkünften besteht.

Für Hotelier Marcus Fränkle zeigt der Spot noch etwas ganz anderes. Nämlich „was die von uns 'Partnern', den Hoteliers halten”. Auf unsere Belange wird nie Rücksicht genommen – ist der Spot vielleicht sogar ein Racheakt zu dem Fall der Ratenparität, für die unsere Verbände so lange gekämpft haben?“

Allerdings: Jeder Hotelier entscheidet selbst, ob er bei Booking.com eine für den Gast flexible Rate einstellt, die kostenlos stornierbar ist, oder eine weniger flexible Rate, bei der eine Stornierung ausgeschlossen oder mit KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
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verbunden ist. „Wir achten darauf, dass wir immer mindestens eine Stornierungsfrist von 24 Stunden vor Anreise einstellen“, berichtet Hotelier Marcus Fränkle. Auf Raten, die kurzfristig, noch bis 18 Uhr am Anreisetag storniert werden können, verzichtet er bereits. Dennoch seien gar nicht stornierbare Raten im Businessbereich schwer durchsetzbar.

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Zum Spot geht's hier:


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Leser-Kommentare zum Artikel (10)

Peter Kipping, Dresden
Peter Kipping, Dresden

20.01.2016 um 14:35

Betreff: An unseren Schweizer Kollegen

Also sicher haben wir viele andere Probleme, darüber reden wir hier nicht, aber nur das Schmankerl, dass HRS, so wir einen Fehler = überbucht z.B. - machen, schriftlich von uns fordert, alle anderen Gäste, die nicht über HRS gebucht haben und schon viel eher, und auch unsere langjährigen Stammgäste rauszuschmeißen zu Gunsten HRS! NIX, gar nix gemeinschaftliche Lösung im Interesse des gemeinsamen Kunden und unter Berücksichtigung nicht nur der HRS-Interessen.
Oder die Forderung bei Androhung von Strafe, dass wir an der Rezeption walk ins nie einen besseren Preis als den HRS-Preis geben dürfen (zum Glück Geschichte) u.a. Als Vermittler bestimmen Sie oder wollen bestimmen die Preise und Konditionen, nicht die Anbieter, die Leistungserbringer, die Besitzer, also wir. Wo gibt es das sonst noch?

Christian Binz, Mannheim
Christian Binz, Mannheim

20.01.2016 um 13:21

Betreff: Buchungsportale

Und wieder wird der Gast in die Irre geführt, wie bei der Bestpreisgarantie,die es bei Booking.com noch gibt, obwohl das Zimmer auf der Hoteleigenen Homepage oft günstiger angeboten wird.

Jeder Gast der über ein Portal bei uns gebucht hat, bekommt bei Abreise mitgeteilt, dass er jetzt 15% mehr zahlt als bei einer Direktbuchung.

Der wichtigste Faktor ist die "Kohle", und da wo der Preis am günstigsten ist wird gebucht! Also Kollegen, setzt die Provision bei den Portalen drauf auf den Preis und teilt das den Gästen auch mit.

Christian Kohnert, Leipzig
Christian Kohnert, Leipzig

20.01.2016 um 09:32

Betreff: Direktvertrieb stärken

Mit Freude lese ich die vielen Hotelkommentare und den Wunsch nach mehr Unabhängigkeit und Direktbuchungen.
Eine Möglichkeit, besser zu verstehen was man "als kleines Hotel" tun kann, ist das IHA Seminar http://bit.ly/direktvertrieb2016 oder rufen Sie mich an :-)

Peter Kuhn, Engelberg
Peter Kuhn, Engelberg

19.01.2016 um 16:32

Betreff: Video-Spot in der Kritik

"lasst den Trump nach England einreisen", er kann/wir können nur was daraus lernen. Unser Hotel hat mit Booking eine super/professionelle Zusammenarbeit Ich gebe also Peter Kipping oben recht. Dann noch: umsomehr wir Hoteliers uns über Machenschaften, what so ever, echauffieren, umso wichtiger nehmen wir solche Geschichten. Euch geht's doch gut in DE, habt Ihr keine anderen Probleme? Gruss aus den Schweizer Bergen.

Monika Pölt, Ötisheim
Monika Pölt, Ötisheim

19.01.2016 um 12:15

Betreff: Werbespot Booking com

Es wird durch Booking com dem Gast ein falsches Bild vermittelt. Die Buchungsbedingungen legt der Hotelier fest und nicht Booking com !!! Das sollte man Booking com und auch den Gästen vermitteln.....

Ralph Senkel, Königswinter
Ralph Senkel, Königswinter

19.01.2016 um 11:09

Betreff: Trauriger Trend

Es ist in letzter Zeit deutlich zu merken, dass Booking dem schlechten Beispiel von HRS folgt und die Hoteliers nicht mehr als Partner sieht. Klar, viele Kollegen machen sich es einfach und stellen alle Zimmer ein und geben Ihre Freiheit völlig aus der Hand. Aber mittlerweile werden einige wach und fangen an da eigene Marketing wieder in die eigene Hand zu nehmen. In starken Zeiten stelle ich eben nur noch wenige Zimmer ins Netz. Der Rest verkauft sich komischer Weise auch ohne Portal.

Monika Essinger-Klein, Rosbach
Monika Essinger-Klein, Rosbach

19.01.2016 um 09:51

Betreff: Buchungsportale

Meine Devise lautet: Immer auf eigenen Beinen stehen und sich nie abhängig machen.

So auch mit den Buchungsportalen!!

Peter Kipping, Dresden
Peter Kipping, Dresden

19.01.2016 um 08:50

Betreff: Booking.com und Co.- Buchungsportale

Den Buchungsportalen gehören doch alle Hotels der Welt, wir sind nur die deutlich schlechter - als die Portalbetreiber - bezahlten Diener/Knechte dieser Kanibalen. Aber wir könnten uns ja gemeinsam gegen unsittliche 15% wehren..., bei 10% wären sie nützlich und es geben ein Miteinander. Aber Geiz ist geil und jedes Portal überbietet sich damit "ihre" Hotelzimmer mit Tendenz gegen 0,00 EUR zu verramschen, und wir machen auch da mit. Dieser Spot widerspiegelt ja leider die Realität in der Beziehung Hotels - Buchungsportale.

Ernest  Kraft, Heidelberg
Ernest Kraft, Heidelberg

19.01.2016 um 00:54

Betreff: Wer zuletzt lacht lacht am besten!

GAST: Glaube, dass du auf Booking.com einen guten Preis erhalten hast :-)

GAST: Sehe, dass du beim Hotel -direkt-einen besseren Preis erhalten hättest :-(

Theo Jost, tiefenbronn
Theo Jost, tiefenbronn

18.01.2016 um 14:24

Betreff: Buchungsportale

wohl dem der auf diese Portale nicht angewiesen ist und ohne dieselben zurecht kommt.

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