Restaurant
Nicht nur Körner: Coox & Candy zeigt, dass Vegane Küche auch was für Genießer ist, hier die hauseigene Schwarzwälderkirsch-Torte
Konzepte
Coox & Candy kocht nicht nur für Veganer
28. Oktober 2011
von
Raphaela KwidzinskiSTUTTGART. Sich vegan zu ernähren, heißt keinesfalls nur Körner und Gemüse zu sich zu nehmen. „Man kann als Veganer sogar richtig ungesunde Sachen essen, wir haben zum Beispiel eine tolle Schwarzwälder Kirschtorte da“, sagt Kathrin Friedrichs, eine der drei Geschäftsführer des veganen Restaurants Coox & Candy im Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt.
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Außer Kuchen und Süßspeisen bietet das Coox & Candy auch herzhafte Gerichte an. Sie alle stehen unter dem Motto „Ohne Muh und Mäh“, die Küche verzichtet vollständig auf tierische Produkte wie Fleisch, Milch und Ei. Die Karte lädt trotzdem zum Schlemmen ein: Es gibt etwa gegrillten Tofu mit Woknudeln und Erdnuss-Soße, einen Gyros-Wrap mit Soja-Gyros oder verschiedene Pizzavarianten mit Käseersatz. „Der vegane Käse besteht im wesentlich aus Kartoffel-, Reismehl- oder Weizenstärke“, erläutert Kathrin Friedrichs.
Gründertrio: Uta Späth, Thomas Hanewald, Kathrin Friedrichs haben das Coox & Candy eröffnet
Die 26-Jährige hat das Restaurant im Februar 2011 gemeinsam mit Uta Späth (36) und Thomas Hanewald (34) eröffnet. Wie sie auf die Idee gekommen sind, liegt nahe: Die drei leben selbst schon seit mehreren Jahren vegan – aus moralischen Gründen. „Es war einfach schwierig, hier in Stuttgart essen zu gehen“, erzählt Friedrichs. „Und da haben wir haben wir einfach selbst ein Lokal aufgemacht.“ Ihre früheren Jobs im Webdesign, IT-Bereich und der Umwelttechnik hängten die drei für ihr Projekt an den Nagel. Die passende Immobilie für das Lokale zu finden, war allerdings nicht so leicht. „Wir wären natürlich gerne in die Stuttgarter Innenstadt gegangen, aber die Mieten dort sind für ein junges Start-up-Unternehmen wie uns unbezahlbar“, sagt Friedrichs. Dann haben sie das alte Fachwerkhaus im Cannstatter Ortskern entdeckt. „Der Altstadtcharme hat uns gefallen“, so Friedrichs. Das Gebäude stand einige Jahre lang leer, davor wurde es ebenfalls schon einmal gastronomisch genutzt. Auf zwei Etagen gibt es insgesamt 60 Sitzplätze. Die drei Jungunternehmer haben es nach ihrem Geschmack eingerichtet: Helle Farben, ein frischer Grünton auf den Polstern, dazu Stühle aus dunklem Holz als Kontrast.
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