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Konzepte

Mit der Region verbunden: Gastronom Hans-Georg Brinkmeyer (links) und Küchenchef Holger Oestmann Foto: Helmut Heigert

Konzepte: Restaurant Der Ahrenshof in Bad Zwischenahn

Das Ammerland auf dem Teller

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/40 vom 29. September 2012
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BAD ZWISCHENAHN. Flusskrebse statt Hummer, Moorschnucke statt Lammfleisch aus Neuseeland – hat sich ganz der regionalen Ammerländer Küche verschrieben. „Ich koche, wie ich lebe“, sagt der Küchenchef des Restaurants in Bad Zwischenahn. Der Betrieb unter der Leitung von Eigentümer ist in diesem Jahr mit dem Carlsberg-PreisTransaktionspunkt zwischen Angebot und Nachfrage eines Produkts bzw.
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für das beste Gastronomiekonzept ausgezeichnet worden.

Für das erfolgreiche Küchenkonzept ist maßgeblich Holger Oestmann verantwortlich. „Schon als Kind hatte ich die Absicht, Koch zu werden“, erzählt Oestmann. In jungen Jahren schaute er im GasthofBeherbergungsbetrieb, der einem Schank- oder Speisebetrieb angeschlossen ist.
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seiner Großmutter in die Töpfe. Nach Wanderjahren durch die USA, Malaysia und Hong Kong kehrte er im Hotel Villa Vita in Dinklage zur regionalen Küche zurück. Im Jahr 2004 wechselte er in den Ahrenshof und führte dort wieder die Ammerländer Küche ein. Nach Möglichkeit bezieht er fast alle Produkte aus der Region: „Wir wollen die Kleinbauern unterstützen.“

Küchenabfälle gibt es kaum

Auf Oestmanns Speisekarte finden sich Ammerländer Mockturtle-Suppe ebenso wie Buchweizen-Pfannkuchen mit Räucheraal und Knipp – eine gebratene Grützwurst aus der Region. Hauptgerichte KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
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9,80 bis 25 Euro. Oestmann bietet aber auch viele Speisen für den kleinen Hunger an – „allerdings nur solche Gerichte, die auch halbiert werden können.“ Einige Rezepte der Ammerländer Küche hat Oestmann in seinem Kochbuch „So schmeckt’s im Ahrenshof“ verewigt.

Die Beschaffung der regionalen Produkte bereitet dem Küchenchef aber Probleme. Nach eigenen Angaben verbringt er 2 bis 3 Stunden am Tag damit, um Produkte aus der Region zu besorgen. Zum Teil lässt er die Gäste auch seiner AkquiseVor-Verkaufsphase, in der versucht wird, neue Kunden zu gewinnen bzw.
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teilhaben. So veranstaltet er unter dem Motto „Kräuterküche – Apotheke der Natur“ Führungen durch Kräutergärten. Und unter dem Slogan „Naturschutz mit Biss“ bereitet der bekennende Umweltschützer Speisen aus bedrohten Haustierrassen zu. Dabei fallen in der Küche Oestmanns möglichst keine Abfälle an: „Zum Beispiel nutzen wir die Pelle, die bei der Herstellung einer Tomatenconcasse übrig bleibt, später für die Garnitur.“

Der Ahrenshof bietet den passenden Rahmen für die Ammerländer Küche. In dem im Jahr 1866 gebauten ehemaligen Bauernhaus finden bis zu 150 Gäste Platz, davon 30 in der sogenannten Delfter Stube. Im Sommerhalbjahr gibt es außerdem im Garten bis zu 120 Sitzplätze. Seit dem Jahr 2000 wird auch die benachbarte Scheune als Eventlocation für Feiern und Tagungen für bis zu 180 Gäste genutzt.

Gastronom Hans-Georg Brinkmeyer hatte den Ahrenshof im Jahr 1995 übernommen. Gemeinsam mit seiner Frau Susanne führt er in Bad Zwischenahn auch das 4-Sterne-Seehotel Fährhaus mit 62 Zimmern.

Eigene Wasseraufbereitung

Im Ahrenshof kümmern sich 18 Mitarbeiter um die Gäste, darunter zwei Auszubildende. „Viele Mitarbeiter sind schon zehn Jahre im Betrieb“, sagt Brinkmeyer.

Auch bei den Getränken setzt der Gastronom auf eine besondere Note. So bietet die Crew unter Leitung von Herbert Haueisen Soda-Tafelwasser an. Das mit Kohlensäure versetzte Leitungswasser wird in Karaffen am Tisch serviert und trifft nach Angaben des Gastronomen auf große Zustimmung der Gäste. Das Trinkwasser wird in einer speziellen Anlage aufbereitet, die wie eine Brau-Anlage regelmäßig gereinigt wird. Außerdem können die Gäste im Ahrenshof Tafelwein aus dem Fass bestellen.

Nach Angaben von Brinkmeyer ist Der Ahrenshof im Sommerhalbjahr vor allem bei Hochzeitsgesellschaften beliebt. Von März bis Oktober werden nahezu an jedem Wochenende in der Scheune Hochzeiten gefeiert. In der Vorweihnachtszeit finden dann Betriebsfeiern statt. Doch auch in den übrigen Monaten ist Der Ahrenshof laut Brinkmeyer gut ausgelastet. Rund ein Viertel der Gäste sind Stammgäste, die sogar aus Hamburg, Hannover und aus Nordrhein-Westfalen anreisen. Brinkmeyer: „Viele Stammgäste kommen auf Grund der regionalen Küche zu uns.“ Helmut Heigert




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