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Was ist vom XXL-Format, vom Essen ohne Limit zu halten? Nichts oder allenfalls wenig

Kommentar

Das Schnitzel verdient Respekt

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/21 vom 19. Mai 2012
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Ein Riss geht durchs Volk, wenn’s ums geht. Gourmets, Bio- und Regiofans achten penibel darauf, was auf ihrem Teller landet. Sie betrachten als ganzheitliches Erlebnis, interessieren sich für die Herkunft, die Erzeuger, die Geschichte hinter dem ProduktBezeichnung für am Markt angebotene Wirtschaftsgüter .
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, die hohe Kunst der Zubereitung. Und sie wissen, dass Qualität ihren PreisTransaktionspunkt zwischen Angebot und Nachfrage eines Produkts bzw.
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hat. Was sich unmittelbar auf die Portionsgröße auswirkt. Gigantomanie verbietet sich schon aus Kostengründen.

Der Rest, die Mehrheit nach wie vor, geht mit einem Hauptmotiv ans Essen heran: Den Hunger stillen nach dem Motto „Je satter, desto besser“ – und das bitte schön nicht zu teuer. Gastronomen wissen das, viele bedienen diesen Wunsch nach bestem Wissen und Gewissen. Wie? Mit Gastro-Ritualen, wie man sie von Empfängen und aus der Ferienhotellerie kennt. Am Buffet bedienen sich die Gäste nach Gutdünken, und das schon lange nicht mehr nur morgens, sondern auch mittags und abends. Ebenfalls beliebt: die Salatbar, an der mancher Gast echtes Können zeigt, wenn es darum geht, das Maximum in die Schüssel zu packen.

All you can eat ist eine Maxime, die aber auch bei Tellergerichten Wirkung zeigt. Riesige Schnitzel, Steaks groß wie Dachziegel und gigantische Spieße landen zu Kampfpreisen auf dem Tisch, bringen manchem veritablen UmsatzWertmäßige Erfassung des Absatzes einer Unternehmung.
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– und einen Ruf weit über die jeweilige Region hinaus. Dem Wirt sei’s gegönnt, doch was ist vom XXL-Format, vom Essen ohne Limit zu halten? Wenig, setzt der Kult doch falsche Zeichen in jeder Hinsicht.

Denn hochwertige Zutaten verdienen es, bewusst verspeist zu werden. Solides Handwerk verdient Respekt, und ordentliche Gastronomie hat ihren Preis. Tischgroße Schnitzel sind demnach eigentlich unbezahlbar und echter Blödsinn. Ebenso jene Events, bei der die Völlerei zum Prinzip wird. Beides hat im Restaurant nichts zu suchen.

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Leser-Kommentare zum Artikel (1)

Adelheid Andruschkewitsch, Vellberg
Adelheid Andruschkewitsch, Vellberg

24.05.2012 um 00:21

Betreff: Respekt

Gut dass Herr Aichele dieses Thema aufgegriffen hat. Wann schaffen wir es endlich unserer Art und unseren Produkten den gleichen Wert zuzugestehen und nach außen zu vertreten wie die Autobauer, der Zimmermann und all die anderen Handwerker?

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