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Tische & Stühle

Individuell: Jessica Brandenburger (links) und Annette Kindermann arrangieren frische Blumen. Selbstgemachtes wie das Weinregal im Schlossrestaurant Bellevue unterstreicht die persönliche Note des Hauses Fotos: Astrid Filzek-Schwab (2), Alexander Sch

Dekoration

Deko passend zum Stil des Hauses

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/18 vom 28. April 2012

Stuttgart. Elegant und pur – so gestaltet Patron sein Sterne-Restaurant. Die Tische im Düsseldorfer Victorian sind schlicht eingedeckt. Zurückhaltung auch beim . Ungewöhnliche Einzelstücke rücken ins Blickfeld, etwa eine grüne Helikonie. „Wir stellen Blüten zur Schau, die lange aus der Mode waren, etwa Anturien oder Nelken, meist in Weiß oder Grün.“

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Ming-Chu Yu, Inhaberin des China-Restaurants Han Yang in Hamburg, legt Wert auf eine authentische Atmosphäre. „Einrichtungsgegenstände wie Bilder, Vasen und Möbel habe ich von Reisen nach Hongkong und China mitgebracht“, sagt die Gastronomin. Ein Blumenhändler erneuert einmal pro Woche das zentrale Gesteck in der Mitte des Raumes. Weiße Tischtücher, dazu Tischläufer, Kerzen und kleinere Blumenarrangements auf den Tischen, die täglich wechseln. „Wir geben rund 200 Euro im Monat für Dekorationen aus“, sagt Ming-Chu Yu.

Von der Küche inspiriert

Auf diese Summe belaufen sich die Ausgaben auch bei Annette Kindermann vom Restaurant und Hotel Das Weiße Haus in Rastede. Ihr Gestaltungskriterium: Die soll mit der Küche ihres Mannes Carsten harmoniert. „Wir bieten leichte, frische Gerichte, da schließen sich schwere Vorhänge oder große Blumengestecke aus.“ Stattdessen setzt sie auf Dezentes, das zur Jahreszeit passt: Aktuell stehen sechs, sieben Tulpen kombiniert mit Birkenzweigen auf den Tischen. Außer beim Floristen findet Kindermann Deko-Gegenstände beim Waldspaziergang, Baumrinde oder -wurzeln etwa. Mehr noch als Geld koste gute Deko Zeit: „Gleich muss ich wieder 120 Tulpen anschneiden“, sagt Kindermann, „und 120 Mal neues Wasser holen, denn es gibt nichts Schlimmeres als bräunliches Wasser in gläsernen Vasen.“

Friedhofsblumen verpönt

Ein absolutes „No-Go“ sind für Friedhofsblumen wie Begonien. Tabu sind zudem Plastikblumen: „Die kommen mir nicht in den Gastraum“, sagt die Inhaberin des Schlossrestaurants Bellevue in Oberschleißheim. Ideen holt sich Jessica Brandenburger aus Wohn-Zeitschriften oder Dekor-Magazinen. „Außerdem lasse ich mich von der Natur inspirieren, bei Spaziergängen im Schlosspark mit unserem Hund Bobby.“ Eine Gestaltungsmöglichkeit sind für sie auch Bilder und Fotografien: „Es sollte ästhetisch sein und in ein Speiserestaurant passen. Aktmalerei oder Aktfotografie kommt für mich nicht in Frage“, so Brandenburger. Auf Seidenblumen setzt Helga Knoche von der Leibnizklause in Berlin-Charlottenburg. Für die Anschaffung müsse man zwar Geld in die Hand nehmen, „aber diese Investition lohnt sich“. Seidenblumen ließen sich in die Waschmaschine stecken und hielten bei guter Lagerung etliche Jahre. Auf den kommen aber ausschließlich echte Pflanzen, betont Knoche. Ihre Ausgaben für frische Blumen belaufen sich auf etwa 100 Euro im Monat. Wie viel Geld Volker Drkosch in die Deko des Victorians steckt, verrät er nicht. Ideen holt er sich auf der Interior-MesseIm wirtschaftlichen Sinne eine zeitlich begrenzte, wiederkehrende Veranstaltung auf einem bestimmten Gelände, die es Produzenten oder Verkäufern einer Ware bzw.
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in Paris. Der Patron mag es nicht, wenn es auf dem Tisch kein Konzept gibt: „Es muss eine Einheit erkennbar sein.“

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