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Konzepte

Die drei Gesichter des Hotels: Inhaber Leo Milchiker (links) und Hoteldirektor Sebastian Sebald setzen auf Friedrich Schiller, dessen Büste das Hotel schmückt Foto: Astrid Filzek-Schwab

Konzepte: Schiller 5 Hotel & Boardinghouse in München

Der Gast gestaltet das Hotel mit

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/13 vom 24. März 2012
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MÜNCHEN. Das Wohl der liegt Hotelinhaber sehr am Herzen: „Wenn der Gast gut geschlafen hat und ein gutes Frühstück bekommt, dann fängt der Tag gut an“, sagt der 82-Jährige. Auf dem Frühstückstisch stehen im Münchner Schiller 5 Hotel & Boardingshouse daher jeden Morgen frisches Obst und – für die Stimmung – auch frische Blumen. Leo Milchiker setzt sich dann gern dazu und plaudert mit den Gästen.

„Ich will wissen, was ihnen im Hotel gefällt, und was nicht“, sagt der Eigentümer. Und so hat er schon so manchen Vorschlag der Gäste zügig umgesetzt. „Da wir ein kleines Haus sind, geht das auch sehr gut“, fügt Sebastian Sebald hinzu. Da waren früher etwa die weißen Zimmerwände, die die Gäste so langweilig fanden. „Da haben wir unseren Grafiker gefragt: Was fällt dir ein?“, erzählt Sebald. Es entstanden ganz spezielle München-Motive, verbunden mit dem deutschen Schriftsteller Friedrich von Schiller. Der Grafiker spazierte mit einer Schillerbüste durch und fotografierte diese im Englischen Garten, im Hofgarten oder vor der Bavaria an der Theresienwiese.

Der Hotelname Schiller 5 ist aber noch aus einem anderen Grund naheliegend: Das Hotel befindet sich in der Schillerstraße 5, nahe des Münchner Hauptbahnhofs.

Vom Juwelier zum Hotelier

Inhaber Leo Milchiker hat den Anspruch, immer wieder etwas zu verändern und zu verbessern. Der ehemalige Tagungsraum wurde bereits zur Lounge umgestaltet. Der Gast kann sich hier nun an einer Espresso-Maschine selbst bedienen. Auch Wein oder Mineralwasser gibt es hier kostenfrei. Neuestes Projekt sind die Betten. Zurzeit wird per FragebogenComment Card.
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herausgefunden, was da verbessert werden kann.

Das heutige Hotel war vor einigen Jahren noch ein Bürohaus. Als die früheren Mieter ausgezogen waren, hat Eigentümer Leo Milchiker es komplett entkernt und Schritt für Schritt zu einem kleinen Garni-Hotel umgebaut. Milchiker, dem auch das Juweliergeschäft im Erdgeschoss gehört, betreibt das Hotel aus purer Leidenschaft: „Menschen sind mir wichtig. So dachte ich mir, ein Hotel ist eine gute Idee.“

Da Milchiker keine Erfahrung in der hatte, holte er sich Projektmanager und Hotelexperte Uwe Thieme ins Boot. Dieser gestaltete das Konzept und die Inneneinrichtung gemeinsam mit der Inhaber-Familie. Um die Finanzen kümmert sich als Wirtschaftsprüfer Sohn Raphael. Ursprünglich war das Schiller 5 als Hotel & BoardinghouseHotelzimmerangebot mit Wohnungscharakter, welches sich in der Regel an Langzeitnutzer im urbanen Umfeld richtet.
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geplant, jetzt aber hat es sich zu einem eher kleinen und feinen Boutique-Hotel gewandelt. „Die Gäste schätzen das Individuelle, das Übersichtliche und den persönlichen Service sehr“, sagt Hoteldirektor Sebastian Sebald. Architektur, Kunst und Kultur werden im Schiller 5 groß geschrieben. „Als Juwelier liebe ich das Schöne“, erläutert Milchiker. So wurde kürzlich der Eingangsbereich und der Innenhof mit einem Kunstwerk in Form einer 40 Meter langen Lichtwand aus LED-Lightpanels gestaltet. Sie sorgen im Farbenspiel für spektakuläre Lichteffekte.

Kochecke im Zimmer

Die Gäste sollen sich bei Milchiker „wie zu Hause“ fühlen: Die 55 Einzel- und Doppelzimmer und Suiten verfügen über Kitchenette mit Kühlschrank und Mikrowelle, Klimaanlage sowie Flachbildfernseher und Stereoanlage. Das besondere Flair entsteht durch die schlichte Einrichtung: In den Zimmern dominieren Holzarten wie Wenge und gebleichter Ahorn, kombiniert mit Stahl und Glas. W-Lan sowie die Getränke im Kühlschrank sind kostenlos. 70 Prozent der Gäste im Schiller 5 sind Geschäftsreisende.

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