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Vorsorge statt Nachsorge: Immer mehr Gäste wollen im Urlaub auch etwas für ihre Gesundheit tun, wie hier im Dorint Hotel&Spa Bad Brückenau Foto: Hotel

Tourismus

Der Kurlauber kommt wieder

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/30 vom 21. Juli 2012
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STUTTGART. Für zählen im Dorint Hotel Resort&SpaAuf körperlichem Wohlbefinden basierende Erholungseinrichtung in einem Hotel.
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in Bad Brückenau nicht mehr nur die Hotelbetten. Seit einiger Zeit rechnet der Hotelier auch Rezepte mit den Krankenkassen ab. Der Hoteldirektor hat damit auf einen Trend reagiert. Immer mehr Gäste möchten ihren mit Gesundheitsvorsorge verbinden.

„Diesen Trend spüren wir absolut“, sagt von Deines. So wie nach Bad Brückenau reisen immer mehr Gäste in deutsche Kurorte, um sich vom Alltagsstress zu erholen oder gesundheitlichen Problemen vorzubeugen. Bei manchen Reisenden beteiligt sich die Krankenkasse an den KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
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, andere zahlen alles selbst. In den 350 deutschen Kurorten und Heilbädern sind die Gästeankünfte seit dem Jahr 1999 stetig gestiegen. Mittlerweile liegt der Zuwachs bei 28 Prozent und die Gästezahl bei 20,1 Mio., berichtet der Deutsche Heilbäderverband in Berlin. Zwar wurde im Gesundheitswesen und bei den Krankenkassen gespart. Doch das Bewusstsein für gesundheitliche Vorsorge in der Bevölkerung ist gestiegen.

Viele Hoteliers schwimmen auf dieser Gesundheitswelle mit und versorgen ihre Gäste mit einem breiten Angebot: Von chinesischer Medizin über Klangtherapie oder Anti-Stress-Programmen bis hin zu Wohlfühlanwendungen wie Bierbädern oder Schokomassagen. Auch Hotelchef Constantin von Deines hat auf diese Entwicklung reagiert. Bereits 2009 erweiterte er seinen Wellnessbereich um ein medizinisches Spa. Zudem hat er drei Physiotherapeuten, einen Masseur und einen Naturheilpraktiker eingestellt. „Allein wegen des Medical Spa gewinnen wir nicht mehr Gäste“, betont er. „Vielmehr profitieren unsere erholungssuchenden Urlauber von den fachkundigen Therapeuten und kommen deshalb wieder. Unsere ZielgruppeEine von der Marketingabteilung oder vom Unternehmer festgelegte Auswahl von Marktteilnehmern, an die sich ein Angebot oder eine Maßnahme richtet .
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wird dynamischer, sie will es sich gutgehen lassen.“ Unter seinen Gästen befinden sich vor allem 30- bis 50-Jährige, aber auch viele junggebliebene Senioren.

Immer mehr Gäste zieht es auch aus dem Ausland in deutsche Kurorte und . Mehr als 6 Mio. Übernachtungen zählte die Deutsche Zentrale für Tourismus in Frankfurt am Main im vergangenen Jahr. Im Vergleich zum Jahr 2010 sei das ein Plus von 9,8 Prozent. Damit liege das Wachstum in Heilbädern und Kurorten über dem Durchschnitt der anderen deutschen Urlaubsregionen. Markus Schneid, Geschäftsführer des Deutschen Heilbäderverbands in Berlin, betont: „Das System der deutschen Kurorte ist weltweit beispielgebend.“ Sie halten eine ganz besondere Infrastruktur bereit, die den Hotelgästen zugutekommt.“

Auch in Bad Pyrmont im Weserbergland, St. Peter Ording an der Nordseeküste oder im oberfränkischen Bad Steeben sind viele Hotels auf den WellnessEigenständiges Wort, das in der englischen Sprache seit mindestens 350 Jahren existiert und sich nicht - wie immer wieder behauptet - aus den Begriffen "wellbeing"und "fitness"zusammensetzt.
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-Zug aufgesprungen. Viele Häuser haben ihren Wellnessbereich ausgebaut, Physiotherapeuten und Masseure eingestellt oder schicken ihre Gäste zu Programmen in benachbarte Thermen.

Catherine Banach, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Verbands, betont: „Die Infrastruktur der Hotels und die Programme für sollten bestimmte Mindeststandards erfüllen.“ So hat zum Beispiel der Tüv Rheinland mit dem Medical Wellness Verband ein Tüv-Siegel für Hotels entwickelt. Diese Standards erfüllt das Wellness Hotel&Spa Sommerfeld im brandenburgischen Kremmen. Außer Saunen, Massagen und Bädern bietet das Hotel ein einwöchiges Programm gegen Stress an, das von einem Arzt begleitet wird. Geschäftsführer Jan Schröter betont: „Wir richten uns an Gäste, die mehr als eine Auszeit möchten und sich selbst gesund erhalten wollen, auch nach dem Urlaub.“

www.wellnessverband.de

www.tuv.com

www.dmwv.de

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