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Bauherrn: Michael und Andreas Hintz (rechts) betreiben das Hotel Ochsen in der sechsten Generation

Martina Schröck

Unternehmen

Der Ochsen gewinnt an Zugkraft

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/23 vom 2. Juni 2012
von

MERKLINGEN. Das Ochsen, zentral an der A8 zwischen München und Stuttgart gelegen, hat sich in den vergangenen sechs Jahren enorm weiterentwickelt und sich neue Kundenkreise erobert.

Am Anfang stand ein . Andreas Hintz, der zehn Jahre lang in Merklingen ein Restaurant betrieben hat, übernahm das Traditionshaus, das sich seit 1823 im BesitzTatsächliche Herrschaft einer natürlichen oder juristischen Person über eine Sache, unabhängig von den Eigentumsverhältnissen.
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der Familie Hintz befindet. Der bisherige Betreiber, sein Onkel, zog sich in den Ruhestand zurück. Der Weg für den Einstieg in das Geschäft mit Tagungen, Familienfeiern und Veranstaltungen wurde vollends frei, als auch Andreas’ Bruder Michael ins Hotel einstieg.

Variable Räume

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Fünf Tagungsräume, 13 zusätzliche Zimmer und eine Hotelbar sind entstanden. Die Bar ist in einem ehemaligen Pferdestall mit urigem Flair untergebracht und wird auch von der lokalen Bevölkerung gern besucht.

Das bisher als Hotel garni betriebene Hotel verfügt jetzt über fünf Restauranträume für jede Gelegenheit sowie eine Terrasse im Innenhof. Für neue Gäste, wie auch für Stammkunden, ist das ein großer Gewinn. „Alle Räume sind variabel nutzbar. Sie eignen sich sowohl für Familienfeiern als auch für Tagungen und Kongresse und sonstige Events. Wir können Veranstaltungen von 15 bis 250 Personen durchführen“, erläutert Andreas Hintz.

Insgesamt 5,5 Mio. Euro haben die Brüder in den vergangenen Jahren investiert. Der Einstieg in den Tagungsbereich ist geglückt; heute machen Kongresse und Firmenveranstaltungen bereits 30 Prozent vom UmsatzWertmäßige Erfassung des Absatzes einer Unternehmung.
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aus. Andreas und Michael Hintz hatten genaue Vorstellungen für ihren neuen Ochsen. Die gewachsenen, alten Strukturen des Traditionsgasthofs, der seit dem 17. Jahrhundert besteht, sollten weiterhin sichtbar bleiben und mit modernem Ambiente eine ansprechende Verbindung eingehen. Heute können die Gäste beispielsweise im ehemaligen Stadel Hochzeit feiern. Die rustikalen Balken verleihen dem Raum Flair. Ein beliebter Raum für Veranstaltungen aller Art ist auch die „Tenne“. Insgesamt verfügt das Haus über drei Küchen, und bei der „Kitchentable-Aktion“ speisen die Gäste an einer Tafel in der Hauptküche und schauen den Köchen über die Schulter.

Ökologisch wertvoll

Möglichst ökologisch und energiesparend zu wirtschaften, war ebenfalls ein Hauptziel des Um- und Anbaus. „Was das Heizen angeht, sind wir bereits CO{-2}-neutral“, sagt Michael Hintz. Das Hotel verfügt über eine eigene Hackschnitzelanlage, die selbst angebautes Holz und Chinaschilf verarbeitet. Auf dem Dach arbeitet eine Fotovoltaikanlage und von den Kühlanlagen – alle Zimmer und Räume sind klimatisiert – gewinnt das Hotel Wärme zurück. Das Wasser in den Toiletten kommt aus einer Regenwasserzisterne. Die Familie Hintz hat sogar schon einen Schritt weiter gedacht: Falls sich das Elektro-Auto durchsetzt, könnte der Ochsen in ein investieren und aus Holz CO{-2}-neutralen Strom erzeugen. Diesen könnten die Kunden dann tanken.

Blick nach vorn: Das Hotel Ochsen soll weiter wachsen. Damit das klappt, ist Manpower gefragt: Derzeit werden Restaurant- und Hotelfachleute sowie Köche gesucht.

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