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Der Trend zu regionalen Produkten hält an. Gastronomen punkten, weil sie selbst käsen, Gemüse ziehen und Tiere züchten wie Wilhelm Geiger aus Obserstdorf Foto: Viola Katemann

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Der Wirt als Landwirt

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/29 vom 14. Juli 2012
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STUTTGART. Wohl dem, der da nicht nur einen Metzger seines Vertrauens hat, sondern gleich selbst die Fleisch-, Wurst-, Käse- oder Fischproduktion in die Hand nimmt. Dioxinbelastete Bio-Eier, EHEC-Viren in Sojasprossen, Antibiotika-Hähnchen – Lebensmittelskandale wie diese tragen nicht sonderlich zum Vertrauen bei. Auch Gastronomen setzen deshalb immer stärker auf regionale und qualitativ hochwertige Produkte.

Fragen wie „Woher kommen die Lebensmittel, und kann ich mich auf die Qualität verlassen“, drängen sich immer stärker ins Bewusstsein. Das zeigt auch die Nestlé-Studie 2011 „So is(s)t Deutschland“. Demnach liegen regionale Lebensmittel inzwischen sogar klar vor Bio-Angeboten (siehe Kasten).

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Darauf setzt Wilhelm Geiger, Inhaber des Berggasthofs Spielmannsau in Oberstdorf. Zusammen mit seinem Bruder Joachim zog er 1985 eine eigene Schafzucht auf. „Uns liegt vor allem eine biologische und artgerechte Tierhaltung am Herzen, keine Massenaufzucht“, sagt er. Seine Lämmer werden dabei ausschließlich für die hauseigene Speisekarte geschlachtet. Das kommt bei den Gästen gut an. „Viele Tagesausflügler, die bei uns vorbeischauen, kommen bewusst hierher, weil sie wissen, dass sie unserem Fleisch vertrauen können. Bei uns können sie die Tiere auf der Weide sehen. Mein Bruder schlachtet auch selbst“, fügt der 56-Jährige hinzu.

Dennoch haben Geigers mit viel Konkurrenz
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zu kämpfen. „Früher gab es außer uns nur einen weiteren GasthofBeherbergungsbetrieb, der einem Schank- oder Speisebetrieb angeschlossen ist.
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, wo Wanderer einkehren konnten. Heute sind es sechs oder sieben, mit denen wir uns messen müssen. Und viele setzen auf eigene Produkte“, sagt Geiger. Der zu selbst erzeugten, regionalen Produkten sei auch durch höhere Umsätze greifbar. Eine biologische Schafzucht, wie Geigers sie betreiben, hat derzeit aber kein anderer Betrieb im Umkreis.

„Daher ist es wichtig, dass wir dieses Alleinstellungsmerkmal pflegen und damit werben“, sagt er. Dafür schaltet er in regionalen Zeitungen und Anzeigenblättern regelmäßig Anzeigen und macht außerdem in Oberstdorfer Tourismuseinrichtungen WerbungTeilbereich des Kommunikationsmixes. Mediawerbung.
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für den Hof. Regionalität, Ökologie und familiäre Tradition gehören für ihn zusammen.

Auf Ökologie setzt auch der fränkische Landgasthof Rittmayer aus Willersdorf. Er pflegt ebenfalls in familiärer Tradition eine Karpfen- und Rinderzucht, die nach den ökologischen Naturland-Richtlinien zertifiziert wurde. Ein , der zugleich ist, das klappt natürlich vor allem in ländlichen Regionen. So liegt das Hotel in einem der traditionsreichsten Teichgebiete Deutschlands, dem Aischgrund. 10 Hektar Karpfenweiher gehören zum Hotelkomplex und werden von Erwin Rittmayer senior mehrmals täglich inspiziert.

Rund 200 Kühe hält der Thomashof in Burscheid, allerdings nicht als Fleisch-, sondern als Milchlieferanten. „1986 hat Eberhard Thomas angefangen, Käse herzustellen. Allerdings in kleinem Rahmen für den Eigenbedarf und für Freunde. Das kam so gut an, dass 1995 dann eine Molkerei und der Hofladen mit Restaurant dazukamen“, erinnert sich Mitarbeiterin Andrea Badicke. Heute arbeiten rund 45 Mitarbeiter im Familienbetrieb mit. Der Hofladen bietet eine breite Auswahl an Käse-, Joghurt-, Milch-, und Quarkspeisen an. Auf der Speisekarte des Restaurants finden sich zahlreiche Käsegerichte. „Die Käsepfanne ist unser Bestseller. Im Hofladen ist es der Bockshornklee-Käse“, sagt Badicke. Auch ihre Kunden stellen viele Fragen zum Käse und wo die Milch herkommt, deshalb bietet der Thomashof Käserei-Besichtigungen an.

Für die Mitarbeiterin ist klar: „Der Trend geht eindeutig zu regionalen und hausgemachten Produkten, auch wenn die ein paar Cent teurer sind. Die Leute schätzen wieder Lebensmittel.“ So zahlt sich der AufwandDer Einsatz oder die zu erbringende Leistung, um einen bestimmten Nutzen zu erzielen .
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mit der im Wettbewerb und beim UmsatzWertmäßige Erfassung des Absatzes einer Unternehmung.
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aus.

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