Konzepte: Anna Hotel in München
Design von einfach bis luxuriös
MÜNCHEN. An manchen Tagen gibt es im Restaurant des Anna Hotels keinen freien Stuhl. Und abends stürmen die Gäste die Bar des Domizils am Münchner Karlsplatz. Das hat nicht nur mit der Qualität der frischen Sushi, der euro-asiatischen Gerichte und der Cocktails (Leseprobe und weitere Informationen zum Buch "Cocktails") zu tun, sondern in erster Linie mit dem Stil des Hauses.
Das Restaurant zieht seit Eröffnung des Designhotels vor zehn Jahren Münchner ebenso wie internationale Gäste an. Diese Resonanz drückt sich nicht zuletzt in der Belegung des Hotels aus: 80 Prozent im Schnitt. Jetzt hat Hotelier Michael Geisel, der „mittlere“ der Geisel-Brüder, einen weiteren Hit gelandet. Im Anna Next Door, einer luxuriösen SuiteLuxuriös ausgestattetes, sehr geräumiges Appartement innerhalb eines Hotels.
weiter mit Mausklick... im selben Gebäude – aber mit eigenem Eingang – können sich anspruchsvolle Gäste zurückziehen und dennoch den Service des Hotels nutzen. Das Anna Hotel, zwischen Königshof und Excelsior, zwei weiteren Häusern der Münchner Familie Geisel, entstand im einstigen Pini-Foto-Haus, einem Gebäude mit länglicher, in einem runden Kopfende zulaufender Form. Als sich die einstigen Pächter zurückzogen, gestalteten die Geisel-Brüder Carl, Michael und Stephan ein Design Hotel. Der Name Anna erinnert an die Urgroßmutter, die Gründerin des Familienbetriebes.
Veranwortlich für das Anna Hotel ist der 43-jährige Michael Geisel, der ein besonderes Faible für Design hat. Er lässt sich gerne auf Reisen inspirieren, sucht Mobiliar und spezifische Designer und kreiert auch selbst gern besondere Objekte. Die Einrichtung der 75 Gästezimmer und Suiten trägt das New Yorker Design-Label Donghia. Für den „unaufdringlichen Schick“ zeichnet zudem der Innenarchitekt Jochen Dahms verantwortlich, der auch im Anna Restaurant wirkte: mit Säulen, Retro Look und violetten Sofas und Sesseln.
Die Ideen für besondere Objekte im Haus stammen oft von Michael Geisel. So steht auf der Bartheke beispielsweise die Anna in Bronze, gefertigt vom Garmischer Bildhauer Stefan Ester. Dieser schuf jetzt im Badezimmer des Anna Next Door eine freistehende Überlaufwanne, gegossen und geformt aus Alu und farblich beleuchtet. Die 105 Quadratmeter große Suite ist seit März fertig und schon gut gebucht. Ziel war es, das Angebot des Hotels zu erweitern – mit zwei Einheiten, die komplett und einzeln zu buchen sind. Alle Details der hochwertigen Ausstattung wurde aufeinander abgestimmt. Holz, Stein und helles Leder in Kombination mit Metall und natürlichen Stoffen bestimmen die Szenerie. Die Suite verfügt außerdem über Loungesessel, eine Bar mit Kochplatte, Kühlschrank, Barhocker und Geschirr.
Der typische Gast des Anna Hotels ist der jüngere Geschäfts-, aber auch Privatreisende sowie die junge Familie. Im Visier war von Anfang an der unkomplizierte Gast, der keinen zu großen Service erwartet – bewusst im Gegensatz zu den benachbarten Geisel-Luxushotels Königshof und Excelsior. „Speziell das Anna Restaurant und die Bar sind auch für die Münchner da“, erläutert Theodor Gandenheimer, Mitglied der Geschäftsleitung der Geisel Privathotels, „der Hotelgast kann sich da unkompliziert darunter mischen.“
Mit Anna Next Door öffnet sich ein zusätzliches Feld. „Wir sprechen damit sehr verschiedene Zielgruppen an“, so Gandenheimer. „Zum einen die Familie, die Platz braucht, zum anderen den Geschäftsreisenden, der seine Kunden in der Anonymität empfangen will, und natürlich VIPs.“ Je nach Saison kostet die Suite ab 860 Euro inklusive Frühstück. Karin Gabler


