Wein
Deutsche 2011er im Test
von Heinz Feller
MAINZ. Das Jahr 2011 erfüllte alle Erwartungen der Winzer der Prädikatsweingüter (VDP) an einen guten Jahrgang. Es reifte und reift ein eigenständiger Jahrgang mit einer Qualität von besonderer Güte in den Fässern, der hervorragende Weine mit einer moderaten Säure und einer hohen Mineralität und Dichte hervorbringt.
Es wurde in fast allen Anbaugebieten die ganze Palette der VDP-Klassifikations-Pyramide eingebracht - vom Gutswein über Ortsweine (mit Lagenbezeichnung) bis hin zu den Ersten oder Großen Gewächsen. Auch Eisweine, BAs und TBAs konnten geerntet werden. In diesem Stadium war der Jahrgang 2011 nach unserer und der zahlreicher Experten Meinung einer der interessantesten und nachhaltigsten der letzten Dekade. Werner Bouhs, Patron im Wein-Bistro Wein am Rhein in Köln: „Der Jahrgang 2011 wird stark auf unserer Karte vertreten sein."
Verkostungseindrücke von der Mainzer Weinbörse:
Angenehm stilvolles, feinfruchtiges Aroma von Pfirsich, Aprikose und Apfel, verspielt mit zarter, geschliffener Mineralität und lebendiger Säure: Keine Frage, das kann nur ein Riesling sein! Unseren stärksten Beifall fanden die 2011er-Gewächse der Weingüter von Winning, Bürklin-Wolf, Theo Minges, Fuhrmann-Eymael (Pfalz), Battenfeld-Spanier, Dr. Becker, Wagner-Stempel, Wittmann (Rheinhessen), van Volxem, Grans-Fassian (Mosel), Gut Hermannsberg, Kruger-Rumpf, Schäfer-Fröhlich (Nahe) Horst Sauer, Ludwig Knoll (Franken), Kühn und Weil (Rheingau - Rieslinge vom Allrounder für jeden Tag, über hochsaftige knackige Gewächse mit prickelnder Säure, bis hin zu eleganten Vertreter mit nussigen Noten und dezenter Mineralität.


