Unternehmen
Die Heimat im Glas
Stuttgart. Regionale Brauereien treten selbstbewusster auf denn je. Mit ihren Bieren sind sie für Gastronomen eine feste Bank und zeigten auch auf den Frühjahresmessen Intergastra und Internorga Präsenz. Etwa die Stuttgarter Brauerei Dinkelacker-Schwaben Bräu, die – nach Jahren im Inbev-KonzernZusammenschluss mehrerer rechtlich selbstständiger Unternehmen zu einer wirtschaftlichen Einheit unter einer einheitlichen Leitung die verbundenen Unternehmen werden als Konzernunternehmen bezeichnet .
weiter mit Mausklick... – wieder eigenständig ist. Wulle-Bier mit Retro-Appeal und das neue CD Helles, abgefüllt in der knuffigen Stubbiflasche, eröffnen der Brauerei neue Marktchancen www.dinkelacker.de ).
Alpenstoff für Szenegänger
Biere für jungere Zielgruppen, Spezialitäten und Premiumbiere, das sind nach Einschätzung vieler Gastronomen wichtige Trends. Kleine und große Brauer reagieren. Bürgerbräu Bad Reichenhall stellt seinen Alpenstoff vor, ein stylish aufgemachtes Bier mit Edelweiß-Logoein Markenelement in Bildoder Schriftform , wobei zwischen Wortbildmarken/ Schriftlogos , Bildmarken/Bildlogos und Emblemen/Charakteren unterschieden werden kann.
weiter mit Mausklick... www.buergerbraeu.com ). Die Brauerei Gold Ochsen aus Ulm setzt auf ihr Szenebier Oxx, Haller Löwenbräu auf sein Mohrenköpfle, ein süffiges Bier mit bernsteinroter Farbe www.gold-ochsen.de , www.haller-loewenbraeu.de ). Mit Szenepotenzial kommen auch die Biere der Ratsherrn-Brauerei aus dem Hamburger Schanzenviertel daher. Sie haben die Chance, zum Renner zu werden – zumal die Geschichte stimmt und die Menschen hinter dem ProduktBezeichnung für am Markt angebotene Wirtschaftsgüter .
weiter mit Mausklick... echte Sympathieträger sind www.ratsherrn.de ).
Biervielfalt auf oberschwäbische Art gibt es bei der Schussenrieder Brauerei, während Michael Weiß, Chef bei Meckatzer Löwenbräu in Heimenkirch, sein feines Allgäuer Sonntagsbier in den Fokus stellt www.schussenrieder.de , www.meckatzer.de ). Hoch ist der Anspruch der Berg Brauerei Ulrich Zimmermann aus Ehingen bei Ulm. „Wir brauen kein Bier von der Stange“, so Brauereichef Uli Zimmermann. Insgesamt 13 Sorten stellt er her, vom Ulrichsbier bis zum 3-Korn-Hefeweizen in Bioqualität www.bergbier.de ). Auch Alpirsbacher Klosterbräu hat die Trends aufgegriffen: Das Schwarzwälder Unternehmen verweist dabei auf seinen Kleinen Mönch und das edle Abteibier Ambrosius, eine Spezialität, die in einer Flasche mit Naturkorken serviert wird www.alpirsbacher.de ).
Echte Bierkultur
Beim Biergarten der regionalen Vielfalt in Stuttgart stellten elf kleine Brauereien ihre Produkte vor. Mit kellertrüben Spezialitäten, handwerklich gebrauten Weizenbieren, alkoholfreien Biere, außergewöhnlichen Radlersorten und neuen Edelbieren begeisterten sie das Intergastra-Publikum. 22 Fassbiere konnten verkostet werden, von der Schlossbrauerei Autenried in Ichenhausen bis zur Privatbrauerei Zötler in Rettenberg. „Wer sich als Gastronom durch die Pflege echter Bierkultur profiliert“, kann sich vom Wettbewerb abheben“, so Dieter Klenk, Ideengeber und Organisator der Sonderschau.
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Weniger Alkohol oder gar keiner: Auch das ist gefragt. Paulaner stellt sein gänzlich alkoholfreies Weißbier-Zitrone vor, Fürstenberg sein Frei Zitrus, ein Getränk, das vor allem Frauen als ZielgruppeEine von der Marketingabteilung oder vom Unternehmer festgelegte Auswahl von Marktteilnehmern, an die sich ein Angebot oder eine Maßnahme richtet .
weiter mit Mausklick... anpeilt und Erdinger sein alkoholfreies Weißbier, das auch Sportlern mundet www.paulaner.de , www.fuerstenberg.de , www.erdinger.de ). Mit Fassbrause in den Sorten Holunder und Zitrone erweitert schließlich die Brauerei Veltins ihr Sortiment www.veltins.de ). Eine ungewöhnliche Idee hatte man bei Zwiefalter Klosterbräu. Das Unternehmen stellt sein Radler Sauer vor, gemischt aus Exportbier und Sprudel. „Gedacht ist es als Alternative zur klassischen süßen Variante“, so Juniorchef Peter Baader www.zwiefalter.de )
Servierfertige Bio-Weinschorle in der Longneckflasche, das bietet das junge Heilbronner Unternehmen Eight Degrees mit seiner Marke Acht Grad. „Das ist eine stilvolle und grüne Alternative zu Biermixgetränken und Alkopops“, so Patrick Braun, einer der beiden Geschäftsführer. Erhältlich ist die Schorle mit Weiß- oder Rotwein. Im Herbst will das Unternehmen zudem einen Glühwein auf den Markt bringen, den „Heißen Hirsch“ (www.8-grad.net).
Ähnlich wie beim Bier rückt bei Wasser und Säften die Region zunehmend in den Fokus, wird Qualität zum Zauberwort. Als Edelwasser regionaler Herkunft tritt Liz an, dessen Aufmachung Hassia Mineralquellen zusammen mit Sternekoch Juan Amador entwickelt hat.
Zubehör à la carte
„Mehr als 300 Spitzengastronomen sind von Liz überzeugt“, heißt es beim Unternehmen, das passend zum Produkt Kühler, Ausgießer, Gläser und Untersetzer anbietet www.hassia.com ). Brunnenbetriebe wie Teusser, Ensinger, Peterstaler, Imnauer und Adelholzener verkaufen ihre Wässer ebenfalls in optisch ansprechend gestalteten Gastronomieflaschen und bieten dazu passendes Zubehör – vom Glas bis zum Flaschenöffner.
Frucht ist in, gern kommt heimisches Obst ins Glas. Lindauer, Safthersteller vom Bodensee, stellt Bio- und Direktsäfte sowie Fruchtnektare vor, die unter anderem in der tischtauglichen 0,2-Liter Flasche angeboten werden. Umweltbewusste Wirte dürften sich darüber freuen, dass der Strom, den Lindauer für seine Produktion benötigt, ausschließlich aus Wasserkraft stammt. 13 Saftsorten gibt es in Bio www.lindauer-fruchtsaefte.de ).
Zu Recht stolz ist Gerolsteiner auf seine neuen Limonaden in den Varianten Orange und Zitrone (Foto) – mit extra viel Frucht, weniger Zucker und ohne künstlich Zusätze. „Zielgruppe sind Erwachsene“, heißt es beim Unternehmen www.gerolsteiner.de ). Ähnlich ist das bei Lemonaid Beverages. Der Hamburger Hersteller hat fair erzeugte und gehandelte Bio-Limonaden mit Limette (Foto) und Maracuja im Sortiment, außerdem Bio-Teegetränke in rot, grün und schwarz www.lemon-aid.de ). Sinalco hingegen wirbt mit seiner neuen Marcacuja del Sol, einer tropischen Limonade, die in schicken 0,33-Liter-Aluflaschen abgefüllt ist www.sinalco.de ).
Mehr Service für die Gastronomie, auch das ist einer der großen Trends im Getränkebereich. Die Allgäuer Privatbrauerei Zötler setzt auf ihre hauseigene Gastro-Akademie und bietet zahlreiche Seminare an www.zoetler.de ). Coca-Cola konzentriert sich in diesem Jahr auf seine Serviceleistungen. Im Mittelpunkt: Das neue Online-Kundenportal, unter anderem mit Profitrechner und Menü-Maker für Getränke oder Kombimenü www.coca-cola-gmbh.de ). Auch bei der Hardware gibt es Unterstützung: Zwiefalter Klosterbräu bietet eine neue Zapfanlage an, die für kleinere Gastronomiebetriebe gedacht ist. Dem Trinken an sich widmet sich Selters: Gemeinsam mit der SommelierBerufsbezeichnung für Mitarbeiter, der in einem Restaurant den Inhaber und die Gäste hinsichtlich des Weinangebots des Hauses berät.
weiter mit Mausklick... Union Deutschland und dem Glashersteller Spiegelau entwickelte die Wassermarke ein Sommelier-Glas www.selters.de ).
Mit seinem Frozen-Konzept wartet schließlich Eckes-Granini auf www.eckes-granini.de ). Es umfasst Rezepte, mit denen Gastronomen aus Fruchtsäften und mit Hilfe sogenannter Granitoren eiskalte Slush-Getränke herstellen können. Der Sommer kann also beginnen!



