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Außengastronomie

Biertrinken und Fußballgucken: Im Stuttgarter Biergarten im Schlossgarten kam das gut an Foto: Thomas Geromiller/GEROgrafie.de

Fussball-EM

Diesmal kein Sommermärchen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/28 vom 7. Juli 2012
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STUTTGART. Eine Woche nach dem Ende der ziehen BilanzGegenüberstellung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten eines Unternehmens, mit dem Ziel, das Eigenkapital als Restgröße zu ermitteln.
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. Anders als beim „Sommermärchen“ 2006, der Fußball-WM im eigenen Land, werden 2012 keine Jubelarien angestimmt. Der Hype um Jogi Löw und seine Mannen ist vorbei. Zudem stellten Gastronomen fest, dass viele Fußballanhänger ihr Bierchen eher wieder zu Hause trinken. Oder auf einer der offiziellen Fanmeilen, etwa dem Kia Fan Fest in Hamburg mit 300.000 Besuchern.

Zumindest bei jenen Wirten, die die Fußball-EM ins gastronomische Geschehen integrierten, überwiegt aber die Zufriedenheit deutlich. „Es hat sich gelohnt“. Diese Bilanz zieht Sonja Merz vom Stuttgarter Biergarten im Schlossgarten, die für die EM zwei Zelte und zwei Großleinwände aufgebaut hatte. Für , Betreiber der Alten Kanzlei am Stuttgarter Schlossplatz, war die EM ebenfalls gewinnbringend. Die Gäste seien früher gekommen, hätten viel gegessen und Bier getrunken. Der UmsatzWertmäßige Erfassung des Absatzes einer Unternehmung.
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habe gestimmt. „Ein tolles Fest“, so der Gastronom, der zum Schlossplatz hin eine EM-Freiluft-Lounge aufgebaut hatte.

Kritische Stimmen

Ganz anders dagegen die Einschätzung von Oliver Buschmann, der in Dortmund das Restaurantschiff Herr Walter betreibt. „Angesichts der teuren LED-Technik, die wir installiert haben, war das ein Zuschussgeschäft“, sagt er. Das Turnier insgesamt sei viel schlechter angenommen worden als etwa die letzte WM. Erschwerend hinzu kam zum einen das schlechte Wetter, zum anderen die spezielle Situation in Dortmund: „Nach dem Double für den BVB waren die Leute hier fußballsatt“, berichtet Buschmann.

„Die Sache ist nicht gut gelaufen“, lautet das kritische Fazit von Djordji Stefanovski, Chef der Saarbrücker Goethestube: Im Lokal, das sonst Fußballfreude gern aufsuchen, war bei Spielen ohne deutsche Beteiligung wenig los. Zu WM-Zeiten, vor zwei Jahren, war es besser. Stefanovski sieht den Hauptgrund im Rauchverbot: „Zum Fußballerlebnis im Gasthaus gehört einfach eine Zigarette dazu.“

Dagegen freut sich Aidin Aliabadi, Betriebsleiter der Sunset Lounge, Ludwigshafen: „Wir hatten bei den Deutschland-Spielen jedes Mal ein volles Haus. Alle 800 Sitzplätze in unserem Public-Viewing-Bereich waren belegt, der Umsatz entsprechend gut.“

Ähnlich sieht es Sepp Krätz: „Im Biergarten hatten wir durchgängig sehr gute Stimmung, natürlich vor allem bei den deutschen Spielen. Public-Viewing, gerade im Biergarten, bleibt absolut aktuell“, so der Gastronom, der unter anderem die Waldwirtschaft München betreibt.

Von der „unglaublichen Stimmung und Super-Atmosphäre während der EM“ ist auch Torsten Abels aus Düsseldorf beeindruckt. „Bei den Deutschland-Spielen waren wir restlos ausverkauft und mussten den ab 18 Uhr geöffneten Henkel-Saal für 1500 Leute vorzeitig dichtmachen.“ Der Reservierungsleiter im Düsseldorfer Quartier Bohème der Schlösser Brauerei war überrascht, dass sogar bei den Vorrundenspielen anderer Länder reger Andrang herrschte: „Italiener, Engländer oder Kroaten hatten für größere Gruppen reserviert.“

Technischer AufwandDer Einsatz oder die zu erbringende Leistung, um einen bestimmten Nutzen zu erzielen .
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und findige Ideen lohnen sich meist, so die Erfahrung. Sebastian Gellrich von der Cocktailbar Fire&Ice in Wildau/Brandenburg: „Sogar bei Regen kamen die Fans, um die Spiele auf unserer großen Leinwand im Biergarten zu verfolgen. Zu jedem Spiel gab es für die Fans ein Getränk zum Spezialpreis. Zu den Spielen mit der deutschen Elf haben wir auch Schals und Mützen an jene Gäste verteilt, die noch nicht entsprechend ausgestattet waren.“

Gästekiller

Auch Gertrud Schmack, Geschäftsführerin des Hotels Bayrisches Haus in Potsdam, setzte erfolgreich auf die Fußball-EM: „Abends haben wir das Feuer geschürt. Wer mochte, konnte sich Wurst oder Spareribs am Grill abholen. Wir haben aber auch Tapas serviert, nicht nur zum großen Finale Spanien gegen Italien“, so Schmack.

Neue Konsum- und Geselligkeitsrituale rund um den sieht indessen Matthias Rulle vom Coesfelder . „Extrem mager“ sei die Resonanz gewesen. Der Gastronom liefert die Erklärung gleich mit: Dass sich Fußballvereine vor den Fernsehern ihrer Clubheime treffen, habe man ja schon von früheren Turnieren gekannt. „Dieses Jahr fanden aber verstärkt Nachbarschafts-Public-Viewings statt, bei denen Anlieger ihre Garagen ausgeräumt haben, um Leinwand und Theke zu installieren“, so Rulle. Letztlich eine Chance für die Gastronomie: „Eine Deutschland-Fahne über einen Fernseher zu hängen, das reicht eben einfach nicht mehr“, so Rulles Fazit.

Fest steht: Halbherzige Aktionen sind Umsatzkiller. Gastronomen sind gut beraten, Sport-Events sorgfältig zu planen – mit passenden Speisen und Getränke-Offerten, Deko, Tippspielen und zeitgemäßer TV-Technik, drinnen wie draußen. Auch WerbungTeilbereich des Kommunikationsmixes. Mediawerbung.
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im Vorfeld gehört dazu.

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