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Dieter Van Acken: "Jeder Gastronom kann Facebook"

25. Juni 2012
von  

ALHAUS. Das Kneipen- und Gastrosterben bzw. die Zahlen dazu haben viele Wirte aufgerüttelt. 700 Gastronomen haben sich kürzlich beim Kongress "Gast&Gästin" mit dem Thema Social Web beschäftigt. Denn ReichweiteHaushalte, die während einer bestimmten Zeitperiode mit einer Werbebotschaft in Kontakt kommen.
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und Aufmerksamkeit im Netz kann vor allem Landgastronomen großen Zulauf bescheren. , Manager beim Veranstalter Tobit.Software, erläutert AHGZ.de-Lesern, welche Chancen die mobile und digitale Welt bietet.

1) Die Zahlen zum Gasthaus- und Kneipensterben haben die Branche sehr beschäftigt. Worin sehen Sie die Hauptprobleme?

Zuhause ist es oft schöner, als im Gasthaus. Die Gäste fühlen sich nicht wohl, wenn der Wirt nicht mit genau so viel Anspruch an seine Ausstattung geht, wie der Gast in seinen eigenen vier Wänden. Dann bleiben die Menschen einfach öfter mal zu Hause. Da haben sie die Atmosphäre, die sie sich wünschen, vom Sofa über Kerzen, bis zur Musik und auch die Preise stimmen. Das gilt insbesondere für die Eckkneipe. Die sieht oft noch genau so aus wie vor 50 Jahren, aber die Stammgäste "sterben aus" und das jüngere Publikum fühlt sich nicht angesprochen.

2) Hauptsächlich sterben Betriebe wegen Gästeschwund. Bietet die digitale Welt Rezepte dagegen?

Wie gesagt, wenn der Gast sich nicht angesprochen fühlt, kann auch die digitale Welt nicht helfen. Wenn er aber seinen Betrieb einigermaßen in Schwung hat, bietet ihm die mobile und digitale Welt neue Rezepte für eine besser Kundenbindung. Er kann einen direkten Draht zu jedem einzelnen Gast aufbauen und ihn jederzeit und überall erreichen. So wird der Gast über Neuheiten, Specials, Events informiert, oder bekommt Rabatte angeboten. Und das ohne großen AufwandDer Einsatz oder die zu erbringende Leistung, um einen bestimmten Nutzen zu erzielen .
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3) Hat ein normaler Gastronom, der sich zuvorderst mit dem Kochen beschäftigt, überhaupt noch eine Chance, in Zeiten von und Bewertungsportalen zu bestehen?

Gerade der normale Gastronom MUSS sich heute mit sozialen Netzen, speziell mit beschäftigen. Und nur damit. Denn dort sind seine Gäste schon längst. Dort tauschen sie sich aus, informieren und verabreden sich, suchen nach Locations und nach Abwechslung. Die ganze Zeit, die der Gastronom sonst für seine Web-Site, für Anzeigen, eMailings etc. verplempert, kann er sich jetzt sparen, wenn er sich auf eine Plattform konzentriert.

4) Wie ich kann mich als Landgastronom auf diesem Gebiet weiterbilden?

900 Millionen Menschen können Facebook. Da kann der Gastronom das auch, ganz gleich, ob der aus einer Metropole, oder vom Land kommt. Anleitung für professionelle Nutzung und Tipps für Facebook gibt es viele. Jede Volkshochschule bietet Kurse an. Auch in unserer Academy sind verschiedene Angebote zu finden.

5) Welche Hauptfragen haben die 700 Teilnehmer des Kongresses beschäftigt und welche Arten von Gastronomien führen diese?

Was die Gastronomen am meisten beschäftigt hat war die Frage, wie sie sich von der Abhängigkeit gegenüber großen Portalen schützen können. Und ganz häufig kam auch die Frage, wie sie schnell und einfach an eine eigene App. auf dem Smartphone kommen können. Von der Landkneipe bis zur SzenegastronomieInnovative gastronomische Betriebe, die Moden oder Trends setzen bzw.
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, von der Dönerbude bis zum Sterne Restaurant, vom Landgasthof bis zum WellnessEigenständiges Wort, das in der englischen Sprache seit mindestens 350 Jahren existiert und sich nicht - wie immer wieder behauptet - aus den Begriffen "wellbeing"und "fitness"zusammensetzt.
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Hotel war alles vertreten.

6) Wie unterstützt die Tobit.Software, um einen Betrieb zukunftsfähig aufzustellen?

Tobit.Software unterstützt den Gastronomen mit Anwendungen, die ihm helfen wieder selbst einen direkten Kontakt zum Gast aufzubauen. Vom Marketing über Bestellungen, Zimmer- und Tischbuchungen sind diese Anwendungen so konzipiert, dass sie wenig Zeit in Anspruch nehmen, damit der Gastronom sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren kann. Wenn er sich noch unsicher ist, dem bieten wir auch das notwendige KnowHow dazu, das wir in unsrer Academy in verschiedenen Schulungen vermitteln.

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Leser-Kommentare zum Artikel (11)

Roland F.W. Manke, Strande
Roland F.W. Manke, Strande

11.07.2012 um 09:47

Betreff: Das ist nur noch dumm!

Es darf und kann aber auch nicht verwundern, wenn einzelne diese dümmste aber auch gefährlichste aller Plattformen namens Facebook hochstilisieren ? dahinter stecken handfeste merkantile Interessen.

Höchst bedenklich sind aber die undifferenzierten Beiträge hierzu der angeblichen doch gut informierten Fachpresse.


Andreas Pfeifer, Wiesbaden
Andreas Pfeifer, Wiesbaden

10.07.2012 um 10:44

Betreff: Heldendank ...

... an die Kollegen, die in ihren Kommentaren zum Thema Restaurantmarketing und Facebook sehr treffend Stellung genommen haben. Sicherlich ist Facebook ein wichtiges Puzzlestück im Marketing für das Gastgewerbe. Aber eMailings, gepflegten Gästdatenbanken und der eigenen Website die Relevanz abzusprechen, zeugt von Blauäugigkeit!

Carsten Titlbach, Berlin
Carsten Titlbach, Berlin

10.07.2012 um 09:01

Betreff: Abhängigkeit

Wie kann man gleichzeitig Gastronomen raten, all ihre Aktivitäten auf einen Fremdkanal wie Facebook zu konzentrieren und dann die Abhängigkeit von Fremdportalen reduzieren wollen? Das passt überhaupt nicht zusammen. Eine eigene Website und ein eigener Emailverteiler, über den Gäste und Kunden erreicht werden ist immer noch (und wird es immer bleiben) unverzichtbar. Eine eigene App dürfte für die meisten Gastronomiebetriebe jedoch rausgeworfenes Geld sein.

Torsten Neumaier, Berlin
Torsten Neumaier, Berlin

28.06.2012 um 16:25

Betreff: interessant

drei postings auf facebook und die bude rammelvoll? wohl kaum. es ist eine plattform, auf der sich vieles verbinden lässt, aber hat kein alleinstellungsmerkmal. aber richtig angewendet, kann es mit vielen anderen einfliessenden faktoren, tools und programmen, zur bekannheitssteigerung, zur weiterleitung von informationen, angeboten oder vielem genutzt werden. dazu muss es aber auch richtig angewendet werden. die speisekarte posten, dass ist sicherlich eher unsinnig und von wenig erfolg gekrönt. kommunikation muss in beide richtungen laufen. die interaktion mit dem gast muss gewollt, gesucht und umgesetzt werden. nicht nur bei facebook!

Jürgen H. Krenzer, Ehrenberg
Jürgen H. Krenzer, Ehrenberg

27.06.2012 um 20:48

Betreff: Plattform der Zukunft?

Eine gewagte These, Facebook als Plattform der Zukunft zu bezeichnen. Sicher ist es jetzt eine angesagt Plattform. Aber in Zukunft?

Thomas Hendele, Brühl
Thomas Hendele, Brühl

27.06.2012 um 15:00

Betreff: RE: Es ist alles gesagt

Vielen Dank, Herr van Acken, für Ihre Stellungnahme auf die ich gerne noch einmal eingehen möchte. (Auch wenn Ihrem Betreff zufolge alles gesagt ist.)

Sicherlich lag Ihr Fokus nicht auf dieser einen Aussage. Gleichwohl ist es gefährlich, derartige Aussagen in dieser Art zu publizieren.

Sicherlich kann "jeder" eine Facebook Seite erstellen. Doch damit alleine ist es nicht getan. Und gerade die Gastronomen, von denen Sie sprechen (diejenigen, die keine Zeit haben), haben auch keine Zeit, sich das entsprechende Wissen um Facebook Marketing "mal eben so" anzueignen. "Learning by doing" - und eine große Portion davon gehört dazu - braucht auch Zeit. (Zudem dürfte dann wohl auch die Zeit fehlen, um für regelmäßigen und relevanten Content zu sorgen.)

Darüber hinaus heißt es im Artikel "Die ganze Zeit, die der Gastronom sonst für seine Web-Site, für Anzeigen, eMailings etc. verplempert...". Wer das "in den falschen Hals" bekommt, glaubt nachher noch, die eigene Website habe ausgedient. Und das wollten Sie doch wohl kaum zum Ausdruck bringen...

Dieter van Acken, Ahaus
Dieter van Acken, Ahaus

27.06.2012 um 14:35

Betreff: Es ist alles gesagt

Ein Interview - und darum handelt es sich hier - dient dazu eine Meinung zu erfragen und die Meinung von Tobit.Software ist: Man sollte sich, auch als Gastronom, unbedingt mit Facebook beschäftigen, weil es die größte Plattform für den Austausch von Informationen ist und weil Millionen von Menschen bereits dabei sind. Außerdem ist es so einfach, dass diese Millionen damit umgehen können. Auch Gastronomen können das, selbst wenn Online Marketing Berater der Meinung sind, sie könnten es nicht. Die verdienen ja schließlich auch ihr Geld damit.

Dem aufmerksamen Leser ist bestimmt nicht entgangen, das diese Empfehlung von MIR als Fazit einer Veranstaltung zum Thema Neue Medien und Facebook gezogen wurde, auf der sich über 700 Gastronomen informiert haben. Und die wissen warum! Man MUSS sich heute mit Facebook beschäftigen und sollte seine Zeit nicht mit anderen Plattformen verplempern. So bleibt mehr Zeit für die gastronomischen Aufgaben. Niemand zwingt sie dazu es zu tun, aber wir sind der Meinung es ist notwendig, denn Facebook ist die Plattform der Zukunft.

Facebook wird nicht als Allheilmittel gesehen und da wiederhole ich gerne noch einmal mein Zitat: "Wie gesagt, wenn der Gast sich nicht angesprochen fühlt, kann auch die digitale Welt nicht helfen. Wenn er (der Gastronom) aber seinen Betrieb einigermaßen in Schwung hat, bietet ihm die mobile und digitale Welt neue Rezepte für eine besser Kundenbindung."

Alexandra Leibfried, Stuttgart
Alexandra Leibfried, Stuttgart

27.06.2012 um 13:13

Betreff: Facebook und Kongress "Gast&Gästin"

Hallo zusammen,

wir haben nie behauptet, dass Facebook die universelle Lösung für alle Betriebe ist, die Probleme haben. Das Interview ist ergänzend zu dem Kongress "Gast&Gästin" entstanden und sollte einige Infos und Tipps zum Thema geben. Gerne können Sie uns mitteilen, wenn Ihnen Aspekte fehlen oder einzelne Aussagen unklar sind.

Übrigens: Tobit Software ist kein Anzeigenkunde der AHGZ.

Thomas Hendele, Brühl
Thomas Hendele, Brühl

27.06.2012 um 11:11

Betreff: Facebook ist kein Allheilmittel

"Gerade der normale Gastronom MUSS sich heute mit sozialen Netzen, speziell mit Facebook beschäftigen. Und nur damit." Wie kann eine führende Zeitung nur derart unseriöse und an den Haaren herbeigezogene "Empfehlungen" publizieren...?!

Früher hieß es immer "Wer nix wird, wird Wirt." TV-Sendungen diverser Kochprofis zeigen uns Woche für Woche, wie viele Menschen glauben, dass die Führung eines Gastronomiebetriebs keinerlei Kenntnisse voraussetzt. "Essen servieren und Betten machen kann doch nicht so schwer sein..."

Jetzt kommt also eine Fähigkeit dazu: Facebook!

Als Online Marketing Berater weiß ich durchaus um das Potenzial Sozialer Medien. Doch Facebook als Allheilmittel anzupreisen und zu behaupten "Jeder könne Facebook" ist Unsinn. Das Resultat sind leere Facebook-Seiten, gekaufte Fans uvm.

Ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus und kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: Werbung bitte als solche kennzeichnen und derartigen Unsinn erst gar nicht veröffentlichen.

Olaf Dierich, Hamburg
Olaf Dierich, Hamburg

27.06.2012 um 10:19

Betreff: Eigentlich ohne Worte...

...aber ich kann nicht anders! So einen Unsinn habe ich ja schon lange nicht mehr gelesen.

Liebe AHGZ, dass kann nicht euer Ernst sein, dass ihr sowas hier veröffentlicht.

Es gibt nur noch Facebook? Na dann gute Nacht!

Christian Stromann, Mainz
Christian Stromann, Mainz

26.06.2012 um 19:00

Betreff: Jeder Depp "kann" Facebook?

Was für eine Aneinanderreihung von gefährlichem Halbwissen und plakativem Marketing-Geschwätz ? gesponserte Beiträge von einer Software-Firma sollten dringend als Advertorial gekennzeichnet werden.

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