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Rabatte zu auslastungsschwachen Zeiten: Mit Resmio könnten Gastronomen Gäste dazu bringen, außerhalb der Stoßzeiten essen zu gehen

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Dynamische Preise im Restaurant

Im Hotel richtet sich der Preis schon lange nach Auslastung und Nachfrage. Für Gastronomen gibt es jetzt ein ähnliches System.

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/48 vom 24. November 2012
 Nathalie Kopsa

LÜNEBURG. Zu attraktiven und beliebten Uhrzeiten soll das im teurer, zu Nebenzeiten günstiger sein. Das dachten sich die drei Absolventen Niels Sandholt Busch, Yasha Tarani und Michael Marder von der Lüneburger Leuphana Universität. So entwickelten sie einen elektronischen Reservierungsassistenten, der die Online-Tischreservierung mit der Auslastungssteuerung verknüpft. Seit Anfang dieses Jahres ist ihre InnovationBezeichnung für die Suche nach Neuentwicklungen, Verbesserungen und Veränderungen der Unternehmensleistungen.
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nun auf dem Markt. Der Name: .

Auf dem ersten Blick wirkt die Lösung wie andere elektronische Tischreservierungs-Tools: Es lässt sich auf der Homepage des Restaurants einbinden und bietet eine Maske, in die der Gast Datum, Uhrzeit und Anzahl der zu reservierenden Plätze eingibt. Dies Informationen werden automatisch in einer externen Datenbank gespeichert. Über eine Benachrichtigung per SMS oder E-Mail wird der Gastronom über den Reservierungsstand auf dem Laufenden gehalten.

Was Resmio von anderen Lösungen abgrenzt, ist die Möglichkeit, zusätzliche Anreize mittels einer zeitlich differenzierten Preisgestaltung zu schaffen. Das funktioniert so: Hat der Gast die Reservierungsmaske aufgerufen, bekommt er durch pauschalisierte Rabatte angezeigt, dass zu bestimmten Zeiten eines Tages der Restaurantbesuch günstiger ist als zu den Stoßzeiten. Die Nachlässe werden dabei in Prozent angezeigt und sind nur für einen vorher eingegrenzten Zeitraum gültig. Der Gast hätte also die OptionVertraglich eingeräumtes Recht, einen Gegenstand oder Räumlichkeiten unter bestimmten Bedingungen zu einem bestimmten Preis zu erwerben, zu veräußern oder zu buchen .
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, zum Beispiel sein ursprünglich für 18 Uhr geplantes Essen um eine Stunde auf 17 Uhr vorzuverlegen, und könnte sich dadurch einen Nachlass von 10 Prozent sichern. Das System nutzt für das Yielding Erfahrungsdaten und ergänzt diese langfristig durch Nachfrage beeinflussende Faktoren wie Uhrzeit, Saison und Wetter. Für die Nutzung der Software wird eine Pauschale in Höhe von 50 Cent pro ReservierungZweiseitige Willenserklärung per Telefon, Fax, E-Mail, Brief etc.
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und Gast erhoben.

Einige Gastrononen haben den Dienst schon erprobt, etwa Martin Lühmann, Besitzer des Lüneburger Restaurants Anno 1900. „Die Hälfte meiner Gäste reserviert inzwischen übers Internet“, sagt er. Als Erleichterung bewertet er die elektronische Verwaltung der Reservierungsanfragen. Er müsse dadurch nicht mehr so viele E-Mail-Anfragen bearbeiten. Doch was bringen die 10 Prozent RabattEs werden vier Gruppen unterschieden: Mengenrabatte, Zeitrabatte, Treuerabatte Bonusprogramme als Mischform von Mengen- und Treuerabatt.
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, die er bei einer Reservierung zwischen 11 und 13.30 Uhr auf jede bestellte Speise in Aussicht stellt? „Die Resonanz ist noch bescheiden und keineswegs mit Rabattaktionen in Gutscheinbüchern zu vergleichen“, räumt der Gastronom ein. „Aber man muss auch sehen, dass diese Form des Rabatt-Marketings weitaus günstiger ist.“

Resmio-Kunde Martin Herzog vom Restaurant Zum Alchimisten im niedersächsischen Amelinghausen schätzt vor allem die automatische Benachrichtigung per SMS, die ihm das Leben erleichtert. Die Möglichkeit, die Auslastung mit Preisnachlässen zu steuern, ist für ihn zweitrangig. Er glaubt, dass letzteres eher in einem städtischen Umfeld funktioniert: „Wir sind auf dem Land, hier kommt der Gast nicht der Rabatte wegen zum Essen.“

aus: AHGZ Nr. 48/2012 vom 24.11.2012 Hier geht's zum kompletten Inhalt dieser Ausgabe

Fazit: Während dynamische Preisgestaltung in der Hotellerie schon zum Alltag gehört, ist sie in der Gastronomie etwas völlig Neues. Resmio ist eine Innovation, und es wird sich erst mit der Zeit zeigen, ob sie in der breiten Masse der Gastronomie Fuß fassen kann. Nathalie Kopsa


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