Konzepte: Hotel Fire and Ice in Neuss
Ein Berghotel im Ruhrgebiet
Neuss. Kein „Hallo“, kein „Moin“, kein „Guten Tag“. Im Hotel Fire and Ice hört man von den Mitarbeitern nur: „Servus“ oder „Grüß Gott“. Eine Begrüßung, die im Verbund mit weiteren vermeintlichen Kleinigkeiten dafür sorgt, dass hier in Neuss, mitten im flachen Ruhrgebiet, die Atmosphäre eines österreichischen Berghotels herrscht.
Keine Kleinigkeit ist in diesem Zusammenhang das Nachbargebäude des Hotels: Dort befindet sich eine bundesweit bekannte „Jever Skihalle Neuss“ mit Pisten, Rodelbahn und Skischule. Après-Ski-Partys mit bis zu 2500 Gästen finden hier jedes Wochenende statt, in den Restaurants wie der Salzburger Hochalm oder dem Jausenstadl gibt es bodenständige, alpine Küche in hoher Qualität. „Wenn Bratkartoffeln, dann auch richtig“, fasst Küchendirektor Manuel Heinzdorf die Ausrichtung in kurze Worte.
Zapfhahn im Eisblock
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„Zu einem kompletten Skigebiet fehlte uns nur noch ein Hotel“, sagt der geschäftsführende GesellschafterBegriff aus dem Handelsrecht sowie dem Gesellschaftsrecht für einen Teilhaber bzw.
weiter mit Mausklick... Johannes Janz (47). Also nahmen er und sein Kompagnon August Pollen (48) 15 Mio. Euro in die Hand und eröffneten im vergangenen September das Hotel Fire and Ice mit 79 Zimmern, 180 Betten, WellnessEigenständiges Wort, das in der englischen Sprache seit mindestens 350 Jahren existiert und sich nicht - wie immer wieder behauptet - aus den Begriffen "wellbeing"und "fitness"zusammensetzt.
weiter mit Mausklick...-, Fitness- und Tagungsbereich. Der Name ist angelehnt an den berühmten Film von Willy Bogner, von dem auch die spektakulären Ski-Fotos im Hotel sowie die Kosmetika in den Bädern stammen.
„Die Lounge ist auch mein Lieblingsplatz“, sagt Janz, „denn hier machen wir dem Namen des Hotels alle Ehre, weil das Wechselspiel zwischen Feuer und Eis besonders zu spüren ist.“ Auch in den Zimmern findet sich viel österreichisches Holz, der Flat-screen ist eingelassen in ein 3-Quadratmeter-Alpinmotiv, ein Baumstumpf mit Glasplatte darauf dient als Tisch. Außer Doppel- und Familienzimmer gibt es 13 Themenzimmer.
Gebirge geben Stil vor
Sie heißen „Rocky Mountains“ oder „Kilimandscharo“ und sind entsprechend des jeweiligen Gebiets eingerichtet – im „Himalaya“ finden sich etwa nepalesische Einrichtungsgegenstände. Die Liebe zum wertigen Detail kommt nicht von ungefähr: August Pollen und Johannes Janz haben Berge in aller Welt bestiegen, den Skilehrer-Schein gemacht, Sport- und Skigeschäfte eröffnet, 2001 die erste Skihalle Deutschlands geschaffen – und all die Eindrücke dieser Erlebnisse sind in das Hotel eingeflossen.
„Wir kommen aus der Alpinecke“, sagt Janz, „für uns vereinen sich hier Traum, Vision, Job, Hobby.“ Und das ist der entscheidende Aspekt, warum das Fire and Ice funktioniert: Der Gast merkt, dass kein auf Gewinnmaximierung bedachter Investor am Werk war, sondern Alpinisten, die ihren Traum verwirklichen.



