Jubliläum
Ein Hoch auf die Waldwirtschaft
von Karin Gabler
PULLACH. „Ich hab hier viel Herzblut reingesteckt“, resümiert Jubilar und Wiesnwirt Sepp Krätz heute zum 30. Jubiläum. Im Oktober 1981 hat er die Waldwirtschaft Großhesselohe im Landkreis Pullach übernommen. Dem damals erst 26-Jährigen gelang es, die Traditionswirtschaft aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken – und zur „WaWi“ zu machen, einem bis heute angesagten Treffpunkt für Alt und Jung, für Familien und Singles. Und natürlich denkt Krätz auch an die weltberühmte Biergartenrevolution, die er mit einer Demonstration, an der 25.000 Revoluzzer teilnahmen, von der WaWi aus bis zum Münchner Marienplatz 1995 initiiert hat. “Heute sind unsere Gegner von damals zu Stammgästen geworden.“
Die Waldwirtschaft verfügt über 250 Plätze im Restaurant sowie 2.000 Plätze im Biergarten, in dem von Frühjahr bis Herbst Live-Musik geboten wird. „Die Biergartenkultur hat sich sehr geändert“, sagt Sepp Krätz. „Biergärten sind heute etwas für jeden Tag, man zieht sich schön an, packt seinen Korb mit Essen und kommt mit Freunden und zunehmend auch Geschäftsfreunden.“ Umso wichtiger findet er, dass Biergärten bewusst gepflegt werden und die Gäste optisch und vom Angebot her ansprechen. Die Waldwirtschaft bietet klassische bayerische Schmankerl. Zum 30. Geburtstag gab es zudem ein Milchkalb am Spiess gebraten, dazu wurden 5.000 Liter Bier für 5 Euro pro Maß und 20.000 Brezen für je 20 Cent geboten.


