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Kundenbindung per App: Nunzio Chiumenti. Geschäftsführer von drei Braugasthäusern, will den Kundenclub digitalisieren

© Raphaela Kwidzinski

Onlinemarketing

Eine App fürs Brauhaus

1. März 2016
 Raphaela Kwidzinski

STUTTGART. Nicht nur die Hotellerie, auch so mancher Gastro-Betrieb digitalisiert inzwischen seine Kundenbindungsprogramme. So starten die Schönbuch-Braugasthäuser in Böblingen, Stuttgart und Calw jetzt eine eigene App, in die das Kundenbindungstool „Pro-Bier-Club“ integriert ist.

„Wir wollen die Handhabung des Clubs vereinfachen“, erläutert Brauhaus-GeschäftsführerBezeichnung für das Leitungsorgan der Gesellschaft mit beschränkter Haftung .
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. Denn jedes Club-Mitglied bekommt bei Schönbuch einmal im Monat ein Freibier. Bisher mussten die Gäste dafür ihre Mitgliedskarte in Kombination mit dem Personalausweis vorzeigen – um sicherzustellen, dass der Gutschein nicht mehrfach eingelöst wird. Dies Gefahr des Missbrauchs soll gebannt, außerdem die Abrechnung erleichtert werden. Der Coupon ist digital auf dem Smartphone verfügbar und wird vom Kellner entwertet. „Und in der Regel hat jeder Gast nur ein Smartphone“, so der Brauhaus-Chef.

Direktes FeedbackJede Art von Rückmeldung, die anzeigt, ob eine andere Person ein bestimmtes Verhalten oder eine sprachliche Äußerung verstanden hat und darauf reagiert.
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über die App

Weitere Kernfunktion der App: direktes Feedback. Der Gast kann noch vor Ort Service, Speisen, Getränke und Räumlichkeiten bewerten. Falls er selbst nicht darauf kommt, bekommt er beim Verlassen des Lokals über Bluetooth eine kurze Push-Nachricht, mit der Bitte um Feedback. Ebenso gibt es beim Eintreten eine Willkommens-Nachricht. Das Feedback und der KundenclubIntegratives Kundenbindungsinstrument eines Unternehmens, das bestimmten Kunden ein Bündel exklusiver Leistungen zur Verfügung stellt und diesen Kunden eine Mitgliedschaft nahelegt.
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, den es schon seit mehreren Jahren gibt, waren für Chiumenti die wesentlichen Gründe, eine eigene App erstellen zu lassen. „Eine reine App nur für die Information brauche ich nicht, da genügt eine mobile Version der Website.“

Beauftragt hatte er dafür die Stuttgarter Agentur We Want, die für Unternehmen in verschiedenen Branchen programmiert und dafür schon fertige Bausteine vorliegen hat. Damit seien die KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
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im Rahmen geblieben, so Chiumenti. Ist die App erst einmal fertig, zählt er eine Gebühr von 70 Euro pro Monat und Betrieb. Das soll sich mehr rechnen, je länger die App in Betrieb ist.

Kundenclub mit mehr als 4000 Mitgliedern

Die Mitglieder des Pro-Bier-Clubs werden dann aufgefordert, von der Mitgliedskarte auf die App umzusteigen. Wer dies nicht will, kann weiterhin die Chipkarte nutzen – allerdings zu einer Gebühr von 15 Euro im Jahr. Denn, so Chiumenti: „Die Karte ist einfach viel aufwendiger zu handhaben als eine App.“

Derzeit hat der Club insgesamt rund 4600 Mitglieder. Mit der App könnte diese Zahl noch steigen. Allein in dem Stuttgarter Brauhaus werden pro Tag zirka 1500 Gäste bedient. Und der Service soll hier noch weiter professionalisiert werden. Denn langfristig will Chiumenti auch Lösungen für mobiles Bestellen und mobiles Bezahlen in die App integrieren. Dass stelle eine Individualgastronomie – auch wenn sie von größerem Format ist und drei Standorte hat – allerdings vor einige Herausforderungen. So müssten hier auch Sonderwünsche eingegeben werden können, etwa ein Salat ohne Tomaten. Und letztlich sei der persönliche Service im Brauhaus auch von Bedeutung, so der Chef: „Mehr Zufriedenheit kommt auch durch Beratung.“


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Eine App fürs Brauhaus: Geschäftsführer Nunzio Chiumenti setzt in den Schönbuch-Gastronomien auf digitales Feedback.
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Leser-Kommentare zum Artikel (1)

Dieter van Acken, Ahaus
Dieter van Acken, Ahaus

02.03.2016 um 08:38

Betreff: Eine große Herausforderung

ist es wenn man den Gast dazu bewegen will, eine App auf sein Smartphone zu laden um einmal im Monat damit einen Gutschein einzulösen. Eine zweite Herausforderung ihn dazu zu bringen, Bluetooth auf seinem Gerät zu aktivieren, was als Voraussetzung für die Benachrichtigung beim Eintreten und Verlassen des Lokals notwendig ist.

Grundsätzlich leben die Anwendungen auf den mobilen Geräten von Mehrwerten, die zu einer ständigen Nutzung führen. Sind die nicht vorhanden, wird die App gelöscht. Bestellen und bezahlen ist bestimmt so ein Mehrwert und sollte nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu einer guten Beratung und einem guten Service gesehen werden. Einige Gäste wollen spielerisch mit ihren Smartphone bestellen, andere eben nicht.

In unseren Gastronomieobjekten ist die Smartphone App seit vielen Jahren mit beiden Funktionen im Einsatz und wird sehr intensiv genutzt. Nicht nur zum bestellen und bezahlen, sondern auch mit einem Bundesligatippspiel, Gutscheinen, Prämien, vielen Infos und Ankündigungen. Ohne monatliche Gebühren

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