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Hat den Nerv des Publikums getroffen: Ludwig Cramer-Klett (rechts) mit seinem ambitionierten Katz Orange Fotos: Karin Rieppel

Unternehmen

Entspannte, lässige Gastlichkeit

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/29 vom 14. Juli 2012
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. Zwei Jahre Vorbereitung und ein Businessplan (Leseprobe und weitere Informationen zum Buch "Businessplan ")so dick wie ein gebundenes Buch – so beschreibt Ludwig Cramer-Klett die Vorarbeit für sein Restaurant. Im Januar hat er das Katz Orange im früheren Sud-Haus einer Brauerei in Berlin-Mitte eröffnet. Nach einem halben Jahr und abgesehen von partiellen Einbrüchen während der Fußball-EM („Oh Gott, mögen die Leute uns nicht mehr?“) fällt die BilanzGegenüberstellung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten eines Unternehmens, mit dem Ziel, das Eigenkapital als Restgröße zu ermitteln.
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positiv aus: Das Katz Orange hat einen guten Start hingelegt.

Ort der Begegnung schaffen

Ludwig Cramer-Klett ist ein ungewöhnlicher , der viel vorhat. Er hat Volkswirtschaft, Finanzwissenschaft und studiert, international im Investmentbanking und der Immobilienbranche gearbeitet, eine FirmaBezeichnung für den Namen eines Kaufmanns, unter dem dieser im Handelsverkehr seine Geschäfte betreibt und die Unterschrift abgibt.
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mit dem Ziel eines „Gesamtkonzerns“ im Hospitality-, Food- und Health-Bereich gegründet und als ersten Schritt das Katz Orange eröffnet. Dort möchte er, wie er sagt, als Gastgeber eine Atmosphäre schaffen, in der sich jeder willkommen fühlt. Keinen öffentlichen, sondern einen privaten Raum, der allen offen steht, der ein Ort der Begegnung ist. Mit einer Küche, die sich am Gourmetlevel orientiert und dennoch bodenständig und zum ist. Mit einem Barkonzept, das ambitioniert, aber nicht schrill ist. Das FeedbackJede Art von Rückmeldung, die anzeigt, ob eine andere Person ein bestimmtes Verhalten oder eine sprachliche Äußerung verstanden hat und darauf reagiert.
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der Gäste, sagt Cramer-Klett, gebe ihm Recht, dass er richtig liegt: „Wir werden immer wieder angesprochen, wie schön es bei uns ist und wie wohl man sich fühlt“, sagt er.

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Es scheint, er hat den Nerv des Berliner Publikums getroffen. Entspannte, lässige Gastlichkeit in einer ungewöhnlichen, nicht alltäglichen LocationMeist außergewöhnlicher Ort für Feste, Filmaufnahmen sowie sonstige Veranstaltungen bzw.
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über zwei Etagen. Und eine Einrichtung, die wirkt, als hätte jemand all die Möbel und Gegenstände von seinen Reisen aus fernen Ländern mitgebracht, erstanden auf Märkten oder bei einheimischen Handwerkern, jedenfalls unangestrengt und nicht von der Stange.

Gleichzeitig hat Cramer-Klett ein Team aus Spitzenkräften um sich versammelt, das für höchste Qualität steht. Sein Küchenchef Daniel Lengsfeld war Souschef bei Tim Raue und hat sich auf Organic Food spezialisiert. Sein BarchefDie Hierarchiestufen sind: Commis de Bar , Demi Chef de Bar und Chef de Bar.
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Oliver Mansaray hat im Soho Berlin und in London gearbeitet. Die Küche ist bio und regional orientiert, aber, wie Cramer-Klett betont, nicht dogmatisch, Comfort Food, wie er das nennt, und bloß keine Sterne-Küche. Die findet er eher abschreckend. Die ambitionierte Küchencrew von diesem Kurs zu überzeugen, war, wie er berichtet, gar nicht so einfach.

Inzwischen hat das Katz Orange einige Gerichte als Klassiker auf der Karte: Tartar von Deichrindern aus Niedersachsen, frisch geschnittene Pommes Frites mit diversen Dips, ein ofengeschmortes Freiland-Schwein oder auch Stampfkartoffeln als Hauptgericht mit Salaten, Kräutern und geschmortem Gemüse. Das Ziel: „Ein Ort und eine Küche, wo jemand wie ich alles essen und probieren kann, ohne sich Gedanken machen zu müssen, eine Küche mit hohem Anspruch, aber preislich im Rahmen des Möglichen.“ Kurz: Eine kreative Küche mit Tradition. Ludwig Cramer-Klett ist überzeugt, dass seine Köche, mit denen er vor der Eröffnung wochenlang diskutierte und experimentierte, die Gäste immer wieder neu überraschen werden, zum Beispiel mit neuen Texturen oder der Mischung von Aromen.

Visionen verwirklichen

Bis jetzt hat Ludwig Cramer-Klett nichts dem Zufall überlassen. Damit folgt er nicht nur einem Business-, sondern seinem Lebens-Plan. Er möchte, dass das Katz Orange eines Tages zu den bekanntesten und besten Restaurants der Stadt gehört. Und er möchte dieses Ziel mit seiner Lebensphilosophie, mit seinem Verständnis von bedingungslosem Engagement erreichen. Das Katz Orange ist für ihn ein Ort, an dem er gern seine Visionen verwirklicht. Sein Restaurant soll nicht nur ein Business, sondern in jeder Hinsicht ein Ort der Nachhaltigkeit sein. Ein Ort, an dem das PersonalIn der Hotellerie und Gastronomie haben diese durch den Kontakt zu den Gästen einen wesentlichen Einfluss auf die vom Gast wahrgenommene Dienstleistungsqualität.
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gern arbeitet und die Gäste sich rundum wohl fühlen können.

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